Menü
Erste VR-Spielehalle öffnet in Leipzig
Klein Mittel Groß

High-Tech im Kellergeschoss Erste VR-Spielehalle öffnet in Leipzig

In einem Kellergeschoss in der Karl-Liebknecht-Straße können Besucher ab kommender Woche in virtuelle Welten eintauchen. Deutschlands dritte VR-Spielehalle öffnet dann in Leipzig. Die F-Society bietet Platz für sechs Spieler gleichzeitig.

Technik-Vorreiter: Geschäftsführer Konstantin Fichtner mit Virtual-Reality-Brille in der neuen Leipziger VR-Spielehalle.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Noch sehen die Räumlichkeiten im Kellergeschoss der Karl-Liebknecht-Straße 8 wie eine Baustelle aus, doch langsam nimmt das außergewöhnliche Projekt Form an: Hier soll am 3. Februar eine Virtual-Reality-Arcade-Halle entstehen.

Zur Erklärung: Virtual Reality (VR) ist der große Techniktrend unserer Zeit. Mittels einer übergroßen Brille kann der Nutzer visuell vollständig in die virtuelle Welt eintauchen. Das wird vornehmlich für Videospiele, aber auch für Lernprogramme genutzt. Arcade-Hallen waren vor allem in den 80ern Orte, an denen Videospiel-Automaten klassischer Machart versammelt waren: Pro Spiel wurde eine Münze fällig. In Deutschland konnten sich diese Hallen aber nie etablieren. Da die Automaten als Glücksspiel eingestuft wurden, waren derartige Hallen für Minderjährige unzugänglich, die eigentliche Zielgruppe der Spiele – Kinder und Jugendliche – musste draußen bleiben.

F-Society bietet sechs Spielern gleichzeitig Platz

Nun aber scheinen solche Hallen zurückzukehren – dank VR. Denn wer diese neue Technologie wirklich auskosten will, zahlt im billigsten Fall 800 Euro, für den vollen Luxus mehr als doppelt so viel. Konstantin Fichtner möchte daraus nun ein Geschäft machen und eröffnet nächste Woche die deutschlandweit dritte VR-Spielhalle unter dem Namen F-Society. In drei Räumen haben jeweils zwei Spieler Platz, pro Stunde fallen 30 Euro für eine und 50 Euro für zwei Brillen an. Dann kann wahlweise neben- oder gegeneinander gespielt werden.

„Schüler und Studenten sind ebenso willkommen wie ältere Semester. Sogar meine 62-jährige Mutter ist von der Technik begeistert“, schwärmt Fichtner. „Wir haben auch Lernsoftware im Programm. Eine Schulklassen-Exkursion ist also ebenso möglich wie Bildungsangebote für Studenten und Azubis. Einige angehende Chirurgen haben mich schon angebettelt, das Programm anzuschaffen, in dem sie einen menschlichen Körper auseinandernehmen können.“ Auch für Geburtstage oder Junggesellenabschiede sei die F-Society ideal.

Tag der offenen Tür am Montag

Unterstützt wird der 27-jährige Leipziger von seiner Familie und seinen Freunden, die ihm beim Aufbau helfen, sowie durch XMG, die Gaming-Sparte des Leipziger Unternehmens Schenker, die die Technik bereitstellt. Fichtner will einen Ort für Spaß und Entspannung schaffen. Die in Eigenarbeit entstandenen Sitzgelegenheiten und Wandverzierungen versprühen viel Charme und lassen Retro und High Tech zusammenfließen.

Zum Tag der offenen Tür am 30. Januar sind alle Interessenten herzlich eingeladen, sich die Räumlichkeiten anzusehen und eine kostenlose Proberunde mit der Technik von morgen zu spielen.

Von Christian Neffe

Karl-Liebknecht-Straße 8 Leipzig 51.330553 12.373309
Karl-Liebknecht-Straße 8 Leipzig
E-Mail facebook twitter google+WhatsApp
Voriger Artikel: Leipziger Game Jam 2017: Wenig Schlaf und maximale Kreativität
Nächster Artikel: Klassiker der Grusel-Spiele kehrt zurück zu seinen Wurzeln