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Mit Können und Glamour für die Größte
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Hommage an Ella Fitzgerald Heute im „P.D: Spotlight“ Mit Können und Glamour für die Größte

In Studio 3 in der Leipziger Media City verbeugen sich am 16. Mai die Sängerinnen Queen Yahna und Della Miles gemeinsam mit dem Berlin Jazz Orchestra vor Ella Fitzgerald, die im April 100 geworden wäre.

Ella Fitzgerald.

Quelle: dpa

Leipzig. Am 25. April wäre Ella Fitzgerald 100 Jahre alt geworden. Die First Lady des Jazz, die nicht nur unvergleichlich leicht ihre Stimme über die Oktaven hinweg swingen lassen konnte, sondern es auch dank ihrer Ausstrahlung laut „Virgin Encyclopedia of Jazz“ zur „beliebtesten Jazzsängerin mit Nicht-Jazz-Publikum“ brachte. Was sie fraglos mit zur Legende aus jenen alten Tagen werden ließ, als Unterhaltungsshows noch mit Können und Glamour, statt Nippes aufwarteten.

An diese Tagen anzuschließen, oder wenigstens an sie zu erinnern, dürfte eine der Intentionen der Reihe „P.D. Spotlights“ sein, die der Leipziger Veranstaltungsmacher Peter Degner gemeinsam mit der Media City Atelier seit April im ehemaligen Riverboat-Studio initiiert. Und die nach erfolgreichem Start mit Günther Fischer & Band, jetzt mit einer „Hommage an Ella Fitzgerald“ aufwartet. Einer, für die mit Queen Yahna und Della Miles zwei in der Berliner Diaspora lebende amerikanische Sängerinnen samt Big Band in die Media City eingeladen wurden.

Queen Yahna, so wurde schon medial geschwärmt, sei „Funkmother und Gospelmother, aber vor allem ist sie eins: Extraklasse!“ Die formte sich in Gospelchor und Broadway-Show, mit Funk („Ain’t It Time“ von 1976) und Jazz und, nicht zu vergessen, als eine der „letzten große Nachtclubsängerinnen Berlins“ („Die Welt“). Freilich war auch das in einer Zeit, als es noch entsprechende Nachtclubs gab. Inzwischen ist Queen Yahna, ganz der „Gospelmother“ entsprechend, durch ihre Produktion „Going Downtown To See Jesus“ einschlägig bekannt. Was die Gabe zum Jazz nicht mildert.

Drei Jahre jung war Della Miles, als sie in ihrer Kirche erstmals im Gospelchor sang. Mit 13 wechselte sie dann in weit weltlichere Gefilde, stand auf der Bühne der väterlichen Bar, einem Jazzpianisten und Verehrer von Miles Davis und Ella Fitzgerald. Später tourte sie unter anderem mit Whitney Houston und Marius Müller Westernhagen, der wiederum ihr Album „Simple Days“ produzierte.

Kurz und gut: Insgesamt sind das nicht die schlechtesten Voraussetzungen für eine Hommage an Ella Fitzgerald. Große Musik, zwei versierten Sängerinnen, begleitet vom renommierten Berlin Jazz Orchestra – das klingt nach einer Show, ganz wie in alten Tagen. After-Show-Party inklusive.

13. Mai 2017 , 20 Uhr, Einlass 18.30 Uhr: „Hommage an Ella Fitzgerald“, im Studio 3 in der Leipziger Media-City (Altenburger Straße 15), Restkarten (ca. 90 Euro): Abendkasse.

Von Steffen Georgi

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