Menü
Design ist nicht mehr der einzige Schwerpunkt
Klein Mittel Groß

Neue Studiengänge ab Herbst Design ist nicht mehr der einzige Schwerpunkt

Die private Designhochschule Leipzig stellt sich neu auf: Nach drei Jahren in Leipzig gibt sie sich einen neuen Namen und ein neues Profil. Rektorin Ute Masur kündigt noch ein drittes Novum an – den deutschlandweit ersten Studiengang, der ausschließlich im virtuellen Hörsaal stattfindet.

Jenni Sommerfeld (20) studiert Gamedesign an der privaten Vitruvius-Hochschule in der Nordstraße.

Quelle: Foto: Dirk Knofe

Leipzig. Eine der kleinsten und jüngsten Hochschulen Leipzigs richtet sich neu aus. Vor drei Jahren als Designhochschule Leipzig eröffnet, studieren aktuell 156 junge Leute an der privaten Bildungsstätte. Ihr Ziel ist es, nach drei Jahren einen Bachelor in Modedesign, Kommunikationsdesign oder Gamedesign zu erwerben, wobei Gamedesign am stärksten belegt wird. Ab dem Wintersemester 2017/18 können bis zu 60 zusätzliche Studenten kommen – denn dann gehen zwei neue Studiengänge an den Start: Design- und Kommunikationsmanagement sowie Software-Engineering und Informationssicherheit. Je nach Fachrichtung kostet das Studium monatlich 490 bis 533 Euro.

Erst im Herbst hatte sich die Bildungsstätte räumlich vergrößert und ist von der Bauhofstraße ins Bürogebäude Nordstraße 3–15 gezogen, wo sie drei Etagen belegt. „Nach der Gründung in Leipzig haben wir eine starke Designausrichtung verfolgt. Jetzt erweitern wir unser Spektrum, aber nicht im Designbereich. Deshalb tragen wir den Designschwerpunkt auch nicht mehr im Namen“, so Rektorin Ute Masur. Die Hochschule hat sich den Namen eines Universalgelehrten aus dem Altertum gesucht und heißt jetzt „Vitruvius Hochschule für angewandte Wissenschaften“. In Zukunft sollen nicht mehr in erster Linie gestalterische Methoden vermittelt werden, sondern auch Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, planerische Kompetenzen oder Teammanagement-Fähigkeiten.

Jenni Sommerfeld (20) studiert Gamedesign.

Quelle: Dirk Knofe

Besonderheit: Einer der neuen Studiengänge, nämlich Software-Engineering und Informationssicherheit, bringt „die Vorlesung nach Hause“. Nach Angaben der Hochschule ist es deutschlandweit der erste Studiengang, der komplett in virtuellen Räumen stattfindet. Das bedeutet: Studenten und Dozenten treffen sich zwar in Echtzeit und nach einem festen Stundenplan zu Vorlesungen, Seminaren oder zur Arbeit an Projekten. Aber sie sitzen an verschiedenen Orten vorm Computer. Bei technischen Störungen gibt es Hilfe per Hotline; die Vorlesungen können aufgezeichnet werden.

Beim Tag der offenen Tür am 20. Mai von 13 bis 18 Uhr mit Modenschau, Kuchenbasar, Zeichenwettbewerb und DJ-Musik will sich die Hochschule der Öffentlichkeit vorstellen. Am 22. Juli rückt die Bildungsstätte zudem auf der Veranstaltung „New Look“ ihre Studierenden und Auszubildenden ins Rampenlicht. Denn unter dem gleichen Dach arbeitet auch noch die Designschule Leipzig, die für Oberschulabgänger eine dreijährige Berufsausbildung in Mode-, Kommunikations- und Gamedesign anbietet. Am Profil und am Namen der Designschule ändert sich aktuell nichts. Beide Bildungsstätten sind Ableger der Schweriner Designschule (gestartet 2001) und Designhochschule (gestartet 2013).

Von Kerstin Decker

Leipzig, Nordstraße 3- 15 51.3450053 12.3746015
Leipzig, Nordstraße 3- 15
E-Mail facebook twitter google+WhatsApp
Voriger Artikel: Abschlussprüfungen für 2500 Auszubildende beginnen in Leipzig
Nächster Artikel: Uni Leipzig lädt zum Studieninformationstag