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Uni-Projekt gibt Medizinstudenten Einblick in den Hausarzt-Alltag
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Patenärzte gesucht Uni-Projekt gibt Medizinstudenten Einblick in den Hausarzt-Alltag

Angehende Mediziner von einer Karriere als Hausarzt überzeugen – das will das LeiKA-Projekt an der Universität Leipzig. Schon während des Studiums hospitieren Teilnehmer in Hausarztpraxen und sammeln so praktische Erfahrung.

Blutdruck messen ist eine der praktischen Tätigkeiten, die Medizinstudenten beim LeiKA-Projekt lernen sollen. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Theorie und Praxis liegen nicht immer nah beieinander. Da diese Verbindung aber gerade für angehende Mediziner besonders wichtig ist, hat die Universität Leipzig das Projekt Leipziger Kompetenzpfad Allgemeinmedizin, kurz LeiKA, ins Leben gerufen. Seit Herbst 2016 können pro Semester 30 Studenten in Hausarztpraxen praktische Erfahrungen sammeln.

Wie die Universität am Freitag mitteilte, sucht das Projekt derzeit neue Patenärzte. „Es ist eine tolle Chance, mit jungen, nachwachsenden Kollegen zu arbeiten“, findet Katrin Olbricht. Sie ist selbst Allgemeinmedizinerin und eine der Patenärzte. Zweimal im Semester hospitieren die teilnehmenden Studenten in den Praxen, nehmen Blut ab oder messen Blutdruck. „Wir wollen mit unserem Projekt ein reales Berufsbild vermitteln“, erklärt Christiane Sauer, die LeiKA koordiniert.

Viele Studenten hätten demnach ein verzerrtes Bild des Hausarztes. Mit dem Programm will die Uni darum auch dem Mangel von Allgemeinmedizinern entgegenwirken. Immerhin könnten sich rund 40 Prozent der Studienanfänger zumindest vorstellen, später als Hausarzt zu arbeiten, erklärt Saur – die praktische Erfahrung könnte sie tatsächlich davon überzeugen.

Weitere Informationen für Studenten und interessierte Hausärzte unter www.leika-leipzig.de

jhz

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