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Kältester 20. April seit Jahrzehnten in Leipzig
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Frostige Nacht Kältester 20. April seit Jahrzehnten in Leipzig

So frostig war es in der Nacht zum 20. April in der Messestadt seit mindestens 45 Jahren nicht mehr. Am Flughafen Leipzig/Halle wurde mit -2,4 Grad ein neuer Kälterekord aufgestellt. Im Erzgebirge sanken die Temperaturen sogar auf bis zu minus sieben Grad.

Zugefrorene Autoscheiben: In der Nacht sanken die Temperaturen in der Region Leipzig deutlich unter den Gefrierpunkt.
 

Quelle: dpa

Leipzig. In der Nacht war Bibbern in Mitteldeutschland angesagt: Die Temperaturen sanken vielerorts deutlich unter den Gefrierpunkt. Am Flughafen Leipzig/Halle wurde mit -2,4 Grad ein neuer Kälterekord für eine Nacht zum 20. April aufgestellt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Der bisherige Tiefstwert von -1,3 Grad stammte aus dem Jahr 1991. Damit erlebte Leipzig den kältesten 20. April seit mindestens 45 Jahren, denn erst seit 1972 werden Messungen am Airport vorgenommen.

Am Messpunkt in Leipzig-Holzhausen sank das Quecksilber in der Nacht auf -2,0 Grad. Hier wurde ein neuer Tiefstwert für den 20. April seit dem Start der Messungen im Jahr 1924 verfehlt. Am 1969 war es mit -3,3 Grad noch kälter. Auch vom absoluten Leipziger Kälterekord für den April sind die Temperaturen noch deutlich entfernt. Er liegt bei minus 6,5 Grad, gemessen am 8. April 2003. Die Tiefstwerte in Sachsen wurden in der Nacht auf dem Fichtelberg und in Thüringen auf der Schmücke mit jeweils -6,8 Grad Celsius gemessen. In Sachsen-Anhalt waren der Brocken mit -8,1, Gardelegen mit -6,2 und Harzgerode mit -5,9 die kältesten Orte.

„Parkwetter vorerst nicht in Sicht“

Am Donnerstag werden sich die Temperaturen von Süden nach Norden von 4 bis 10 Grad einpendeln, so der DWD. In der Nacht zum Freitag kann es in Teilen von Sachsen und Thüringen sowie im Harz noch einmal Frost geben. In der Nacht dreht der Wind dann von nördlicher in westliche Richtung, so dass die Temperaturen leicht steigen. Am Freitag gibt es verbreitet Regen oder Sprühregen, der böige Wind sorgt dafür, dass die Temperaturen sich niedriger anfühlen. Aber: „Die Obstbauern dürften aus dem Gröbsten raus sein“, so DWD-Meteorologe Manuel Voigt.

Mittelfristig erwartete der DWD, dass sich der Frühling bis Ende des Monats nicht mehr durchsetzen wird. Nur mit ganz viel Glück könnten Tageshöchsttemperaturen von 15 Grad erreicht werden. „Parkwetter ist vorerst nicht in Sicht“, so Voigt. Dafür kann im Erzgebirge weiter Schlitten gefahren werden. Auf dem Fichtelberg liegen 27 Zentimeter Schnee. Die weiße Pracht werde auch noch einige Tage liegen bleiben, prognostiziert der Meteorologe.

Von nöß/dpa

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