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"Antanz-Taktik": mehrere Überfälle am Wochenende
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Zeugen gesucht "Antanz-Taktik": mehrere Überfälle am Wochenende

Gleich drei Diebstähle durch so genannte „Antänzer“ wurden der Polizei am Wochenende gemeldet. Die Tathergänge sind in allen Fällen sehr ähnlich, die Polizei sucht mit Hilfe von Täterbeschreibungen nach den Unbekannten.

Gleich drei Diebstähle durch so genannte „Antänzer“ wurden der Polizei am Wochenende gemeldet. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Der erste Fall hat sich in der Nacht von Freitag auf Samstag in Leipzig-Plagwitz ereignet. Wie die Polizei mitteilte, wollte ein 19-Jähriger, der in einem Club auf der Karl-Heine-Straße gefeiert hatte, zwischen vier und fünf Uhr frische Luft schnappen. Draußen wurde er von einem Unbekannten angesprochen, der seinen Arm um den 19-Jährigen legte, mit ihm tanzte und ihn freundlich anlachte.

Der Unbekannte verschwand kurz darauf so schnell wie er gekommen war. Als der Clubgänger seine Hosentasche kontrollierte, fehlten sein Portmonee und sein Handy. Nach Aussage des Geschädigten war der Täter zwischen 20 und 25 Jahre alt, trug eine Jacke mit Camouflage-Muster sowie ein dunkelbraunes Cap und hatte kurze schwarze Haare. Der Flüchtige wird als südländisch beschrieben. 

Um dreistellige Bargeldsumme bestohlen

Ähnlich gingen auch zwei Täter in Leipzig-Reudnitz vor: Ein 56-Jähriger war nach einem Gaststättenbesuch am frühen Sonntagmorgen gegen 4.45 Uhr auf dem Nachhauseweg auf der Witzgallstraße, Ecke Prager Straße, als ihn zwei Unbekannte ansprachen. Nach Angaben der Polizei kam einer der Männer dem 56-Jährigen dabei sehr nahe, fasste ihm mehrfach an die Hose und fummelte an ihm herum. Der Geschädigte schob den Täter von sich, woraufhin die beiden Männer weiter zu Fuß in Richtung Innenstadt gingen.

Dem 56-Jährigen fehlte nach dem Überfall seine Geldbörse samt einer dreistelligen Summe, EC-Karte sowie diverser Dokumente. Der Mann beschreibt die Täter zwischen 20 und 30 Jahren, beide sahen seinen Angaben nach arabisch aus. Der Unbekannte, der ihm nahe kam, hatte dunkles kurzes, krauses Haar und trug helle Kleidung. Sein Komplize hatte ebenfalls dunkle kurze Haare.

Ins Bild gesprungen, um abzulenken?

Auch im Leipziger Zentrum wurde eine 26-Jährige am frühen Sonntagmorgen bestohlen. Nach Polizeiangaben wollte sie mit zwei Freundinnen ein Erinnerungsfoto vor dem Hauptbahnhof aufnehmen, als ein Unbekannter ins Bild sprang. Währenddessen trat ein Komplize von hinten ganz nah an die Frau heran und stahl ihr ihre Gürteltasche mit EC-Karte, diversen Ausweisen, Schlüsseln und Geld aus der Jacke.

Als die Männer nach der Tat verschwanden, suchten die Frauen nach Zeugen. Dabei fiel ihnen der Mann, der ihnen zuvor ins Bild gesprungen war, wieder auf. Sie befragten ihn und einen weiteren Mann, der die Szene ebenfalls beobachtet hatte. Die Männer boten den Frauen Hilfe an, verhielten sich aber auffällig und forderten die Handynummer der 26-Jährigen. Als die beiden Männer aufdringlich wurden, wimmelten die Frauen sie ab und gingen zur Polizei.

Dort beschrieben die Frauen den Mann, der ins Bild gesprungen war, als 20 bis 30 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und von kräftiger Gestalt. Er hatte dunkle Haare, wirkte gepflegt und hatte einen dunklen Rucksack bei sich. Auffällig waren ein Siegelring mit schwarzem Stein und eine silberne Uhr, die sehr groß und glänzend war. Der Mann sprach Arabisch. Der andere war ebenfalls zwischen 20 und 30 Jahre alt, etwa 1,85 Meter groß und von schmaler Gestalt. Er trug eine schwarze Jacke aus glattem Material, hatte einen gemusterten Rucksack bei sich und auffällig schlechte Haut. Er sprach sehr gut Englisch.

Zeugen, die Hinweise geben können, wenden sich an die Kripo Leipzig in der  Dimitroffstraße 1 (Telefon: 0341 96646666).

nqq

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