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Leipzig erhält Haltestangen an Fahrradampeln
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Stadtrat entscheidet Leipzig erhält Haltestangen an Fahrradampeln

Radfahrer erhalten Leipzig künftig einen neuen Service: An Ampeln werden Haltestangen montiert. Der Stadtrat besschloss damit einen Antrag des Jugendparlaments.

An Radampeln werden künftig Haltestangen montiert.

Quelle: Kempner

Leipzig. Die Stadt Leipzig will künftig Haltestangen an Fahrradampeln montieren. Die Ratsversammlung stimmte damit am Mittwoch einem Antrag des Jugendparlaments zu. „Es ist häufig zu beobachten, wie Radfahrende sich an allem versuchen festzuhalten, was in greifbarer Nähe ist, damit sie nicht absteigen müssen und bei Beginn der Grün-Phase schnellstmöglich los radeln können. Es wäre daher eine große Komfortsteigerung, wenn an Ampeln spezielle Vorrichtungen aufgebaut würden, um Radfahrenden eben das zu ermöglichen“, hieß es im Antrag der Nachwuchspolitiker. Beim Neubau und bei der Sanierung der Ampelanlagen sollen nun diese Vorrichten angebracht werden.

Die CDU-Fraktion sprach sich vor dem Votum gegen diese Idee aus. „“Viele Ampeln eignen sich gar nicht dafür, außerdem lassen sich die Stangen nur von wenigen Radfahrern nutzen. Der Effekt ist damit gering“, sagte Sabine Heymann von den Christdemokraten. Ihre Bedenken überzeugte die Mehrheit des Stadtrates nicht. Bei einer Enthaltung stimmten 37 Abgeordnete für den Halteservice und 23 dagegen.

Neu ist die Idee mit den Ampelgriffen nach Kopenhagener Vorbild nicht. Bereits vor sechs Jahren befasste sich die Stadt schon einmal mit diesem Thema, winkte aber wegen Vorbehalten ab. Damals wollte die Firma Teilauto die Stangen spenden, forderte im Gegenzug aber Aufkleber in eigener Sache an Ampelmasten. "Werbung an Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen ist unzulässig", hieß es damals aus dem Neuen Rathaus. In Städten wie Halle und Erfurt sah die Verwaltung dagegen keine Probleme und führte die Haltefelder ein.

Auch jetzt sollen die Griffe erneut von einem Privatunternehmen finanziert werden, wie es in der Stadtratssitzung hieß. Über die genauen Modalitäten wurde in der Ratsversmmlung allerdings nicht mehr diskutiert.

mro/mape

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