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Ausländische Schüler haben es in Sachsen besonders schwer
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Bildungsstudie Ausländische Schüler haben es in Sachsen besonders schwer

Mangelnde Chancengerechtigkeit für junge Ausländer ist nach einer neuen bundesweiten Bildungsstudie ein Hauptproblem im deutschen Schulsystem. In Sachsen erreichen sogar 27 Prozent der ausländischen Schüler keinen Abschluss.

Bildungsstudie: Ausländische Jugendliche verlassen in Sachsen die Schule besonders häufig ohne Abschluss.

Quelle: dpa

Berlin/Dresden - . Mangelnde Chancengerechtigkeit für junge Ausländer ist nach einer neuen bundesweiten Bildungsstudie eines der Hauptprobleme im deutschen Schulsystem. Das Risiko eines Abbruchs - ohne zumindest den Hauptschulabschluss zu erreichen - sei für Jugendliche mit ausländischem Pass mehr als doppelt so hoch wie für ihre deutschen Mitschüler. Zu diesem Ergebnis kommt der am Mittwoch in Berlin vorgestellte „Chancenspiegel 2017“ der Bertelsmann-Stiftung, eine umfangreiche Analyse schulstatistischer Daten von 2002 bis 2014.

Vor allem in Sachsen haben es die jungen Ausländer schwer. Während 2014 allgemein nur 8,3 Prozent der Jungen und Mädchen die Schulen ohne Abschluss verließen, waren es bei den ausländischen Jugendlichen mehr als 27 Prozent.

Bundesweit sank der Anteil aller Schüler ohne Abschluss seit 2011 von 6,2 auf 5,8 Prozent (2014), die Quote bei ausländischen Schülern stieg im gleichen Zeitraum von 12,1 auf 12,9 Prozent an.

Sachsen bei Ganztagsschulen vorn

Ansonsten stellt die Studie Sachsen ein gutes Zeugnis aus. Bei den Ganztagsschulen etwa sei der Freistaat bundesweit vorn dabei. 2014/15 besuchten fast 80 Prozent der Schüler der Primar- und Sekundarstufe I eine Ganztagsschule. Bundesweit sind es etwas mehr als 37 Prozent, in Bayern nur rund 15 Prozent.

Bei Schulleistungsstudien sei es Sachsen in den vergangenen Jahren vergleichsweise oft gelungen, sich bei allen Indikatoren, Schulstufen und Kompetenzbereichen wie Lese- oder mathematischer Kompetenz bundesweit vorn zu platzieren, schreiben die Autoren der Studie. Hervorzuheben seien unter anderem die geringen Unterschiede zwischen den Schülergruppen unterschiedlicher sozialer Herkunft.

Weitere Kennziffern aus der Studie: 42,5 Prozent der Grundschüler in Sachsen schaffen den Sprung aufs Gymnasium (bundesweit: 44,0 Prozent). 45,7 Prozent der jungen Erwachsenen erreichten 2014 die Hochschulreife an allgemeinbildenden oder beruflichen Schulen - im bundesweiten Vergleich (52,2 Prozent) ein eher niedriger Wert.

Von LVZ

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