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Hunderttausende Euro: Biedenkopf-Biografie wird für Sachsen zum Verlustgeschäft
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Linken-Anfrage Hunderttausende Euro: Biedenkopf-Biografie wird für Sachsen zum Verlustgeschäft

Die Memoiren von Sachsens Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) drohen für Sachsen ein Minusgeschäft zu werden. Mit mehr als 300.000 Euro war die CDU-geführte Landesregierung in Vorleistung gegangen und hatte sich dafür zehn Prozent der Verkaufserlöse gesichert. Nur: Kaum einer kauft die Bücher.

Die Memoiren von Sachsens Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) drohen für den Freistaat Sachsen ein Minusgeschäft zu werden.

Quelle: dpa

Dresden. Die Memoiren von Sachsens Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) drohen für den Freistaat Sachsen ein Minusgeschäft zu werden. Mit mehr als 300.000 Euro war die Landesregierung in Vorleistung gegangen und hatte sich dafür zehn Prozent der Verkaufserlöse gesichert. Nur: Kaum einer kauft die Bücher.

Wie eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Andre Schollbach ergab, wurden 2015 insgesamt 1658 Bücher vom zweiten und dritten Band der Biedenkopf-Memoiren verkauft. Zum ersten Band machte die Landesregierung keine Angaben. Daraufhin erhielt der Freistaat knapp 4700 Euro aus den Buchverkäufen. 2016 müssen sich die Bücher noch schlechter verkauft haben. Denn weitere Erlöse gebe es nicht, so die Staatsregierung.

„Aufwendungen von über 307.000 Euro aus der Staatskasse stehen noch nicht einmal 5.000 Euro an Einnahmen gegenüber“, ärgert sich Schollbach nun. Er geht davon aus, dass unter den 1658 Büchern auch zahlreiche Exemplare sind, die Biedenkopf selbst verkauft und zum Beispiel an Landtagsabgeordnete verschenkt hat.

Von sl

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