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Leipzig bewirbt sich um Millionen-Projekt für Energie und Mobilität
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Innovationszentrum Leipzig bewirbt sich um Millionen-Projekt für Energie und Mobilität

Neue Energien, Infrastruktur und Mobilität: Mit dem "Smart Infrastructure Hub" plant Leipzig eine internationale Großoffensive. Das neue Kompetenzzentrum soll die Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Sparten schaffen.

Uwe Albrecht (CDU), Wirtschaftsbürgermeister: "Es ist ein geniales Projekt, ein ganz großes Ding."

Quelle: André Kempner

Leipzig. Leipzig plant eine internationale Großoffensive in Sachen neue Energien, Infrastruktur und Mobilität. „Es ist ein geniales Projekt, ein ganz großes Ding, das uns als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort enorm voranbringt und international ausstrahlen wird“, sagt Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) über das neue Kompetenzzentrum, das sich unter dem sperrigen Namen „Smart Infrastructure Hub“ verbirgt. Das Ziel lautet: Die Wirtschaft soll weiter wachsen und damit das Angebot von Arbeitsplätzen in zukunftsträchtigen Sparten.
Konkret geht es um ein zunächst auf drei Jahre angelegtes Projekt, für das sich Leipzig beim Bundeswirtschaftsministerium beworben hat – um eines von zwölf nationalen Zukunftszentren zu werden. Die Entscheidung wird noch im Frühjahr fallen, bis zum Herbst soll der Startschuss für das millionenschwere Vorhaben gegeben werden. Die Chancen, dass Leipzig den Zuschlag erhält, stehen sehr gut.
Damit wäre die Stadt, die sich gemeinsam mit dem Gründerzentrum SpinLab und der Handelshochschule HHL bewirbt, neben Dresden der einzige Standort für ein solches Innovationszentrum in Ostdeutschland. In der sächsischen Landeshauptstadt wird aktuell an einem ähnlichen Projekt namens Smart Systems Hub gearbeitet, das sich im weitesten Sinn mit Internet und Informatik beschäftigt und gemeinsam mit Leipzig Spitzenforschung betreiben könnte.
Der Freistaat unterstützt die Bewerbung „nach Kräften“, wie die Staatsregierung erklärt. „Leipzig ist eine rasant wachsende Stadt im Herzen Europas mit einer ausgezeichneten Forschungs- und Hochschullandschaft, innovativen Unternehmen und viel Gründergeist“, betont Tillich. Sachsens stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) lobt den „vielversprechenden Ansatz“, indem Leipzig auf die Stärke des vorhandenen Gründer-Ökosystems setze.
Die Bewerbung umfasst unter anderem neue Modelle für mehr Mobilität bei gleichzeitig sinkender Umweltbelastung sowie neue Formen der Energieerzeugung und -versorgung. Dreh- und Angelpunkt soll das Gelände der Baumwollspinnerei werden, die ausgebaut wird.

Andreas Debski

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