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Leipziger Marktführer übernimmt Hauptkonkurrenten aus Rostock
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Vita 34 und Seracell Leipziger Marktführer übernimmt Hauptkonkurrenten aus Rostock

Übernahmecoup in der Messestadt: Die größten deutschen Nabelschnurblutbanken Vita 34 und Seracell stehen kurz vor der Fusion. Offenbar will der Marktführer aus Leipzig das Unternehmen aus Rostock übernehmen - für bis zu 14 Millionen Euro in bar.

Das Leipziger Unternehmen Vita 34 übernimmt offenbar die Nummer 2 der Nabelschnurblutbanken in Deutschland. (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig/Rostock. Die beiden größten Nabelschnurblutbanken in Deutschland stehen vor einer Fusion: Marktführer Vita 34 aus Leipzig will sich die Nummer zwei, Seracell aus Rostock, einverleiben. Das kündigte das börsennotierte Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss in Leipzig an. Vita 34 wolle alle Anteile an Seracell übernehmen, hieß es in einer Pflichtmitteilung. Der Vollzug sei für das zweite Halbjahr geplant.

Zuvor müsse Seracell noch einer intensiven Unternehmensprüfung unterzogen werden. Bis zu 14 Millionen Euro in bar will Vita 34 für den Konkurrenten zahlen. Dafür erwirbt Vitra 34 neben den Fertigungsstätten und dem Tiefkühl-Lager in Rostock auch den kompletten Kundenbestand der Rostocker mit rund 40.000 eingelagerten Präparaten. Zur Finanzierung wollen die Sachsen bis zu fünf Millionen Euro über eine Kapitalerhöhung bei den eigenen Aktionären einsammeln.

Damit geht Vita 34 nach anderthalb Jahren Pause wieder auf Einkaufstour. Von Januar 2014 bis September 2015 hatte das Unternehmen nacheinander Konkurrenten in Hamburg, Graz, Litauen, Serbien und Dänemark übernommen. Seracell wurde 2002 von Medizinern der Universität Rostock gegründet. Vita 34 entstand 1997 ebenfalls als Ausgründung der hiesigen Uni. Im Haupt-Kühllager in Leipzig wurde gerade das 150.000. Präparat eingelagert. Das Unternehmen hat 130 Mitarbeiter. Seit 2007 ist Vita 34 an der Börse notiert.

Frank Johannsen

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