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Streik an Berliner Flughäfen verlängert – Hochbetrieb in Leipzig und Dresden
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Flüge werden umgeleitet Streik an Berliner Flughäfen verlängert – Hochbetrieb in Leipzig und Dresden

Der erneute Ausstand an den Berliner Flughäfen sorgt in Leipzig/Halle und Dresden am Montag wieder für Mehrarbeit: Weil in Tegel und Schönefeld das Bodenpersonal streikt, weichen Easyjet und Ryanair wieder auf Sachsen aus. Fast 50 Flüge werden umgeleitet. Der Streik wurde bis Mittwoch verlängert.

Ryanair und Easyjet in Berlin
 

Quelle: dpa

Berlin/Dresden. Reisende an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld müssen noch bis Mittwochmorgen mit Flugausfällen rechnen. Der am Montagmorgen begonne Streik des Bodenpersonals werde bis 5.00 Uhr am Mittwoch verlängert, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Am Montag wurden wegen des Ausstands fast alle Flüge von und nach Berlin gestrichen. Bereits am Morgen war klar, dass am Montag mindestens 465 Abflüge in Tegel und 195 Starts in Schönefeld ausfallen, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. „Wir bitten alle Passagiere, sich vor Reisebeginn bei Ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu erkundigen.“

 Vor allem die beiden Billigflieder Ryanair und Easyjet leiten wieder massiv nach Sachsen um: Allein 21 Maschinen leitet Easyjet am Montag nach Dresden um. Ryanair schickt 20 Flieger nach Leipzig/Halle. Das geht aus der Flugtafeln der beiden Airports im Internet hervor.

Nach Dresden umgeleitet werden Flüge aus Paris, Venedig, Lyon, London, Manchester, Bordeaux, Genf, Basel, Mailand, Liverpool, Bristol und Glasgow. Hinzu kommt der planmäßig Abendflug von Basel nach Dresden, der ganz regulär im Plan ist.

Nach Leipzig/Halle kommen Maschinen aus Madrid, Barcelona, Dublin, Pisa, Palermo, Las Palmas, London, East Midlands, Shannon, Porto, Mallorca und Köln/Bonn. Hinzu kommt hier der reguläre Abendflug aus London-Stansted.

Maschinen fliegen leer zurück

Wie bereits am Freitag lassen beide Billigflieger die Maschinen in Sachsen nur landen und dann leer zurückfliegen. Zusätzlich Abflüge stehen nicht im Plan. Die Passagiere dürften wieder per Bus nach Berlin gebracht werden.

Hinzu kommen zwei Moskau-Flüge, die Aeroflot nach Dresden verlegt – zusätzlich zu der ohnehin für Montag geplanten Verbindung in die Landeshauptstadt. Anders als bei Easyjet geht es hier nicht nur um die Landung. Aeroflot verlegt auch den Abflug nach Sachsen. Die Passagiere werden dafür per Bus aus Berlin gebracht. So hatte es Aeroflot bereit am Freitag mit drei Flügen gehandhabt.

Germania verlegt wie am Freitag den Start seines Beirut-Fluges von Schönefeld nach Dresden. Die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss verlegt einen Abflug nach Zürich von Tegel nach Dresden – zusätzlich zu den hier ohnehin geplante Flügen in die Schweiz.

Condor weicht auf Leipzig/Halle aus

In Leipzig/Halle statt Berlin landen neben Ryanair Luxair mit zwei Maschinen aus Luxemburg und Pagasus Airline aus Istanbul. Der Ferienflieger Condor leitet eine Ägypten-Verbindung komplett nach Schkeuditz um. Verlegt werden sowohl Abflug als auch Landung. Damit wird es in am Montag zwei Condor-Flüge nach Hurghada geben: Einen, der ohnehin ab Leipzig geplant war, und einer, der von Schönefeld verlegt wurde.

An beiden sächsische Flughäfen wird sich die Zahl der Landungen wieder fast verdoppeln: Eigentlich waren für Montag in Dresden nur 28 Landungen vorgesehen, jetzt werden es 51. In Leipzig/Halle erhöht sich de Zahl von 25 auf 49. Weitere Flugumleitungen anderer Airlines sind möglich.

Am Freitag waren insgesamt 50 Flüge von Berlin nach Sachsen verlegt worden, darunter 20 von Easyjet und 21 von Ryanair. Das dürfte den beiden Airports zusammen schätzungsweise mehr als 7000 Fluggäste zusätzlich beschert haben.

Von Frank Johannsen/dpa

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