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Meuselwitzer Recyclinghof: Pächter für Gelände gesucht
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Abfallwirtschaft Meuselwitzer Recyclinghof: Pächter für Gelände gesucht

Die Stadt Meuselwitz sucht einen neuen Pächter für das Gelände der Pro Umwelt Service Meuselwitz GmbH – dort befindet sich als Untermieter auch der von der Abfallwirtschaft des Landkreises betriebene Recyclinghof. Wie es vor Ort nach dem Jahresende weitergeht, ist im Augenblick noch offen. Es laufen Gespräche.

Der Meuselwitzer Recyclinghof: Hier läuft der Betrieb, doch die Zukunft steht in Frage.

Quelle: Foto: Mario Jahn

Meuselwitz. Wer derzeit am Meuselwitzer Recyclinghof vorbeifährt, dem fällt zunächst nichts Außergewöhnliches auf. Nach wie vor liefern Bürger Grünschnitt oder alte Möbel ab, werden Container gefüllt und abtransportiert. Hinter den Kulissen jedoch ist derzeit einiges in Bewegung. Denn eigentlich, so heißt es im Lagebericht der Abfallwirtschaft des Landkreises, sei das Pacht- und Mietverhältnis mit der auf dem Gelände ansässigen Pro Umwelt Service Meuselwitz GmbH zum Jahresende 2016 gekündigt worden. Da diese als Erbpächter des städtischen Geländes auftritt, hätte der Schritt auch Änderungen für den Recyclinghof mit sich gebracht, der von der Abfallwirtschaft betrieben wird – die wiederum als Untermieter der Pro Umwelt Service auftritt.

Die Angaben im Lagebericht bestätigt Andrea Gerth, Leiterin der Abfallwirtschaft, auf Nachfrage. „Als der Bericht verfasst wurde, war die Pacht gekündigt“, teilt sie mit. Inzwischen sei der betreffende Vertrag aber um ein Jahr bis Ende 2017 verlängert worden. Zeit, die nun genutzt werden soll, um einen Nachfolger für die Pro Umwelt Service GmbH zu finden.

Das ist auch dringend geboten, denn das Unternehmen befindet sich in Auflösung, wie Geschäftsführerin Christine Meister bestätigt. Der Schritt sei notwendig, da man den Zuschlag für die von der Abfallwirtschaft ausgeschriebene Entsorgung von Elektroschrott nicht erhalten habe, erklärt sie. Alle betroffenen Mitarbeiter seien bereits weitervermittelt worden.

Man führe derzeit mit allen Beteiligten Gespräche über die Zukunft des Geländes, teilt auch Bürgermeister Udo Pick (BfM) mit. „Unser Ziel ist es, einen fließenden Übergang zu erreichen“, betont das Stadtoberhaupt – damit der Recyclinghof nahtlos weiter genutzt werden könne. Allerdings müsse bei der Suche nach einem möglichen Nachfolger der Pro Umwelt Service erst die Liquidation des Unternehmens abgewartet werden. Mit konkreten Ergebnissen rechne man daher spätestens zur Jahresmitte.

Eine Hoffnung, die Abfallwirtschaft-Chefin Andrea Gerth teilt. Auch sie möchte den Recyclinghof an gleicher Stelle und in gewohnter Weise erhalten. Entscheidend sei jetzt, neben der Nachfolgersuche, auch die künftige Geländeaufteilung, betont sie. Die hat, neben dem letztlich verfügbaren Platz für Container und fürs Rangieren, auch noch ganz menschliche Gründe. Denn die Mitarbeiter des Recyclinghofes nutzen bisher die sanitären Anlagen der Pro Umwelt Service mit. Und das soll, auch um einen kostenintensiven Neubau zu vermeiden, auch beim künftigen neuen Nachbarn so bleiben.

Von Bastian Fischer

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