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Spargel, Rüben, Raps: Frühlingserwachen auf Wiesen und Feldern
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Kreisbauernverband Altenburg Spargel, Rüben, Raps: Frühlingserwachen auf Wiesen und Feldern

Spargel, Zuckerrübe und Raps stehen auf den Feldern in der Altenburger Region in den Startlöchern. Pünktlich dazu läutet auch der Altenburger Bauernmarkt den Frühling ein.

Feldvorbereitungen bei der Kriebitzscher Agrargenossenschaft im März. Zwischen Rositz und Kriebitzsch neben der B180 werden die Felder für Zuckerrüben und Mais vorbereitet.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Am Sonnabend herrscht in Altenburgs guter Stube wieder ein buntes Treiben. Der traditionelle Bauernmarkt steht an, lädt zum Kosten, Kaufen und Kennenlernen. Damit die Kundschaft eintüten kann, haben auch die Landwirte viel zu besorgen.

„Zurzeit steht das Maislegen im Vordergrund. Etwa 4800 Hektar werden im Altenburger Land insgesamt angebaut. 3200 Hektar als Silo-, der Rest als Körnermais“, sagt Berndt Apel, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Altenburg. „Zuvor wurden die Felder mit Gülle gedüngt oder Gärreste auf diese Flächen ausgebracht“, beschreibt er. Für das Ausbringen von Gülle ist eine Sperrfrist zu beachten. Diese gilt für Ackerflächen vom 1. November bis 31. Januar, für Grünland ab dem 15. November bis Ende Januar.

Vor dem Mais wurden vor allem die Zuckerrüben auf die Felder gesetzt. „Die ersten Rüben sind schon aufgegangen“, schildert der Verbandschef. „Darüber hinaus wurde in den vergangenen Wochen die zweite Düngergabe für Raps, Wintergerste und Winterweizen ausgebracht.“ Apel äußert sich zufrieden: „Die Feldbestände bei Raps und Getreide sehen seit dem Vegetationsbeginn überwiegend gut und gesund aus.“

Der März gilt als der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, der April hingegen als einer der kältesten. Was so manchen Bürger bei der Kleiderwahl verunsicherte, sorgte bei den Bauern nicht für größere Herausforderungen als üblich, so Apel. „Das Wetter ist für Landwirte, Kulturpflanzen, aber auch für Nutztiere eben immer eine Herausforderung“, erklärt Apel. „Der Januar war zwar relativ kalt, die Wintersaaten waren aber durch Schnee geschützt, so dass keine Auswinterungsschäden zu beklagen sind. Der Winter hat allerdings nicht genug Wasservorrat gebracht.“

Das Wetter im März habe der Vegetation einen kräftigen Schub verschafft. Der April werde seinem Ruf bisher voll gerecht: Er macht was er will. Wichtig sei jetzt vor allem, dass kein Frost mehr kommt.

Für das Obstgut Geier aus Lumpzig hat das Wetter größere Auswirkungen. „In diesem Jahr kommt alles zusammen“, sagt Chrisante Geier. „Erst sind die Blüten früh aufgegangen, dann war es lange nass und kalt, so dass wenig Insekten unterwegs waren, und jetzt ist es empfindlich kalt.“ Sie schätzt, dass 50 bis 75 Prozemt der Süßkirschen verloren sind und bei Sauerkirschen etwa 20 bis 30 Prozent. „Die Apfelblüte steht noch ganz am Anfang. Da können wir noch zuversichtlich sein“, so Geier. Die Wetterbedingungen, sagt sie, seien schon lange nicht mehr so extrem gewesen.

Rund 80 Haupterwerbslandwirte sind im Altenburger Land tätig. Auf den Äckern der Region ist der Anbau von Wintergetreide – auf rund 16 500 Hektar – und der Anbau von Raps mit etwa 6500 Hektar in den letzten Jahren laut Kreisbauernverband relativ konstant geblieben. „Bedeutsam sind aber auch die Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen, der Hanf, das Obst und natürlich der Spargel“, führt Apel aus. Spargel wird seit Anfang April im Altenburger Land geerntet.

Wer mehr über die regionalen Erzeugnisse aus der Region erfahren möchte, hat dazu am Sonnabend von 9 bis 17 Uhr die Gelegenheit – beim Altenburger Bauernmarkt auf dem Marktplatz der Skatstadt. Dort werden Produkte und Erzeugnisse von Landwirten, Gärtnern oder Direktvermarktern aus der Skatstadt und deren Umland angeboten. An über 50 Ständen kann nach Hübschem für den Garten oder Balkon, aber auch nach Köstlichkeiten für den Kochtopf gestöbert werden. Außerdem lockt eine Technik-Schau mit allerlei Geräten der Landwirtschaft.

Von Tatjana Kulpa

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