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Förderverein ruft zum Frühjahrsputz im Schlosspark Rötha
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Reinemachen Förderverein ruft zum Frühjahrsputz im Schlosspark Rötha

Der Förderverein „Rötha – Gestern. Heute. Morgen.“ hat sich die Wiederherstellung des historischen Schlossparks auf die Fahnen geschrieben.Das ehrgeizige Ziel lautet 2020, dann steht der 350. Jahrestag des Parks an. Arbeitseinsätze wie am Wochenende helfen, diesem Ziel Stück für Stück näher zu kommen.

Illegaler Müll im Park: Dieter Reich, Rolf Körner und Hans-Joachim Keil (v.l.) sammeln auf.

Quelle: Gislinde Redepenning

Rötha. Weder Regen verheißende dunkle Wolken noch Sturmtief Eckart hielten am Sonnabend die Freunde des Schlossparks Rötha im Haus. Zahlreich und energiegeladen folgten sie dem Aufruf des Fördervereins „Rötha – Gestern. Heute. Morgen.“ zum generationsübergreifenden Frühjahrseinsatz und Reinemachen entlang der Wege im Park. Der Förderverein hat sich die Wiederherstellung des historischen Schlossparks mit schön geschwungenen Wegen und Sichtachsen auf die Fahnen geschrieben und will dem ehrgeizigen Ziel bis zum Jahr 2020, dem 350. Jahrestag des Parks, um Meilensteine nähergekommen sein.

Wichtige Schritte auf dem Weg dahin sind die gemeinsamen Arbeitseinsätze im Frühjahr und im Herbst. Auf der Rittergutswiese kämpft der Verein gegen Schermaus, Eichensplintkäfer und Trockenheit um eine Eichenallee, wie sie früher dort stand.

Eine Streuobstwiese, wie sie vor 100 bis 200 Jahren Tradition war, wird revitalisiert. Nicht nur hier hat die Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain zahlreiche Nistkästen aufgehängt.

Zwischen Platanen, einer wunderschöne Rotbuche und einem Tulpenbaum aus der Familie der Magnoliengewächse, dem Ginko, dem immer wieder neu austreibenden Stumpf einer Sumpfzypresse, die Grundlage für die Braunkohlevorkommen war, ist in den vergangenen Jahren schon viel geschehen. Es wurde sach- und fachkundig verschnitten und freigelegt. Im Herbst wird das Wasser des Teiches abgelassen, um Ablagerungen zu entfernen, Zu- und Abfluss zu reinigen und die Uferzonen neu zu gestalten.

Nur noch zwei oder drei Wochen, dann sind die Frühjahrsblüher wie Ahornstab, Buschwindröschen und Märzenbecher in voller Pracht zu bewundern. Für den Osterspaziergang auf sauberen Wegen wurde kräftig in die Hände gespuckt. Hans-Joachim Keil und Dieter Reich, die ersten am Treffpunkt Weiße Brücke, verschafften sich einen Überblick. Ausgerüstet mit Müllbeuteln, Harken und allem notwendigen Gerät dirigierte Keil die Helferschar. Es waren weitaus mehr gekommen, als er bei dem schlechten Wetter erwartet hatte. Eine Gruppe rückte dem Grünbelag auf der Weißen Brücke mit dem Kärcher zu Leibe. Eine andere kümmerte sich um illegale Müllablagerungen, die mühsam aus den Büschen entfernt wurden.

Der 92-jährige Rolf Körner machte sich mit dem Nachwuchs ans Kehren. Pauline, Zora, Roxana und Arthur schnappten sich Rechen und Besen. Elisabeth Jeschky packte nicht nur kräftig mit an, sie nutzte die Gespräche während der Arbeit, um für den Erhalt der Sparkasse in der Stadt zu werben.

Bürgermeister Stephan Eichhorn lobte das Engagement der Röthaer und versprach, sich für noch mehr Unterstützung der Stadt stark zu machen. „Wir wollen demnächst die Arbeitsgruppe ,Park aktiv’ gründen, in der Stadt und Förderverein gemeinsam agieren“, betonte Fördervereinschef Walter Christian Steinbach.

Von Gislinde Redepenning

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