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Für Dittmannsdorf und Braußwig fehlt Wahllokal – Kitzscher mietet Raum an
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Wahlvorbereitung Für Dittmannsdorf und Braußwig fehlt Wahllokal – Kitzscher mietet Raum an

Bis zur Bundestagswahl 24. September ist noch ein gutes halbes Jahr Zeit. Kitzscher hat soeben die Wahlbezirke und die dazugehörigen Wahllokale festgelegt. In Braußwig muss dafür ein Raum angemietet werden.

Für die Einwohner der Ortsteile Braußwig und Dittmansdorf mietet die Stadt Kitzscher zur Bundestagswahl ein Wahllokal an.

Quelle: André Neumann

Kitzscher/Brausswig. Bis zur Bundestagswahl am 24. September ist noch ein gutes halbes Jahr Zeit. Die Kommunen müssen sich Gedanken darüber machen, wie sie die Wahl in ihren Orten organisieren. Kitzscher hat mit einem Stadtratsbeschluss soeben die Wahlbezirke und die dazugehörigen Wahllokale festgelegt. Gewöhnlich ein Punkt, der auf der Tagesordnung schnell abgehakt wird, weil der Ablauf nach dutzenden Wahlen eingespielt ist und die Örtlichkeiten bekannt sind.

Anders diesmal. Denn von den sieben Wahllokalen, in denen die Kitzscheraner bisher ihre politischen Favoriten in Stadt, Landkreis, Land und Bund ankreuzen konnten, steht eins nicht mehr zur Verfügung: Das Gemeindezentrum am Spielplatz in Braußwig gehörte zum Immobilienbestand der vor vielen Jahren insolvent gewordenen Stadtbau GmbH Kitzscher. Ein privater Eigentümer kaufte es später aus der Insolvenzmasse, und die Stadt mietete über viele Jahre hinweg ihr einst eigenes Gebäude für Veranstaltungen, für Sprechstunden des Ortsvorstehers und für Versammlungen.

Weil es zuletzt kaum noch mehr als zwei Veranstaltungen im Jahr waren, löste die Stadt den Mietvertrag. Schon seit 2016 wird das leer stehende Gebäude nicht mehr von der Stadt genutzt. Kuriosum dabei: Die Zugangstreppe vom Spielplatz aus steht laut Stadtverwaltung auf städtischem Grundstück.

Damit die Wähler aus Dittmansdorf und Braußwig keinen zu weiten Weg zur Wahlkabine haben, suchte die Stadt einen Ausweichraum im Ort oder im unmittelbar benachbarten Dittmannsdorf. Die dortige stadteigene Kegelbahn wurde als ungeeignet verworfen, vor allem weil sie zu klein sei.

Deswegen mietet die Stadt nun den Partyraum des in Braußwig ansässigen Partyservice Glöckner. Dort, wo bei Familienfeiern gelegentlich auch über politische Themen geplaudert und debattiert werden dürfte, hält nun die offizielle politische Willensbekundung Einzug.

Der Raum sei barrierefrei und auch von Größe und Ausstattung her gut geeignet, sagt Hauptamtsleiter Matthias Windweher. Der Mietpreis werde voraussichtlich bei rund 50 Euro liegen. Das neue Wahllokal für Dittmannsdorf und Braußwig ist nicht das einzige in Kitzscher in einem angemieteten Raum. Auch in der Trageser Straße nutzt die Stadt mit dem Haus der Allianz für Wahlen ein privates Gebäude zu einem ähnlichen Mietpreis. Hier und dort, betont Windweher, wolle man den Bürgern dieses Angebot eines in der Nähe befindlichen Wahllokals machen und damit einen Beitrag für eine „halbwegs vernünftige Wahlbeteiligung“ leisten.

Die anderen Wahllokale in den Ortsteilen befinden sich im Sportlerheim in Thierbach, im Kultursaal in Hainichen und in der Feuerwehr in Trages. In Kitzscher kann noch in der Grundschule und im Rathaus gewählt werden. Letzteres, darauf wies Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) hin, wird nach der derzeit laufenden Sanierung im September auch barrierefrei sein. Zudem besteht im Rathaus auch schon vor dem Wahltermin die Möglichkeit der Briefwahl.

Von André Neumann

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