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Delitzsch sucht seine Superbürger
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Ausschreibung läuft Delitzsch sucht seine Superbürger

Noch knapp zwei Monate Zeit haben die Delitzscher, um ihre Superbürger zu nominieren. Die Stadt zeichnet dieses Jahr wieder besondere ehrenamtliche Leistungen mit dem Bürgerpreis aus. Es sind aber erst wenige Nominierungen eingegangen. Dabei ist es gar nicht so kompliziert, wie manche vielleicht denken.

Die Glastrophäe ehrt ehrenamtliches Engagement in Delitzsch.

Quelle: Alexander Prautzsch

DELITZSCH. Ein einfacher Hefter, darin ein paar Bögen Papier. Dort stehen sie, die potenziellen Bürgerpreisträger der Stadt Delitzsch 2017. Drei Vorschläge sind bislang eingegangen. Drei sind schön und gut, aber es sollen und dürfen gerne mehr werden. „Spätestens mit der Dotierung ist es ein sehr attraktiver Preis geworden“, hofft Nadine Fuchs, Pressesprecherin der Stadt und verantwortlich für den Preis, auf mehr Zuspruch.

Den kann der erst 2009 erdachte Preis durchaus gebrauchen. Zunächst wurde die Auszeichnung für Ehrenamtliche noch jährlich und in fünf Kategorien sowie undotiert vergeben. Im ersten Bürgerpreis-Jahr konnten nur vier der fünf Kategorien mit Preisträgern besetzt werden. Bei der ersten Verleihung kamen zwar 16 Vorschläge – davon fünf gleiche –, aber nicht alle waren geeignet. 2010 waren es dann 13 Vorschläge und 2011 kamen 14 Vorschläge. Der Preis wurde per Stadtratsbeschluss 2011 neu aufgestellt, er wird seit 2013 im Zweijahresrhythmus verliehen und das in drei statt fünf Kategorien – Kultur, Sport und Soziales. Und es gibt 500 Euro Preisgeld. Der Bürgerpreis kann derselben Person nach wie vor nur einmal zuerkannt werden. Im Rathaus hofft man nun auf neue und viele Vorschläge: Was manche an ehrenamtlicher Arbeit vielleicht inzwischen als normal empfinden würden, sei als außergewöhnlich zu betrachten – der Sportler, der Kinder trainiert, das Paar, das Kultur auf die Beine stellt, die Frau, die die Selbsthilfegruppe leitet und und und ... „Es gibt viel Potenzial und viele, die einen Preis verdient hätten“, sagt Nadine Fuchs.

Nur keine falsche Bescheidenheit

Vielleicht seien es Bescheidenheit oder ein noch zu geringer Bekanntheitsgrad, dass die Vorschläge schleppend kommen. Die Hürden seien nicht zu hoch. Es reicht ein einfaches Schreiben, um jemanden vorzuschlagen. Der Vorschlag muss nicht einmal ausformuliert sein, Stichpunkte tun es auch. Was nicht reicht, ist etwas wie „Ich schlage Herrn Meierschulze für den Bürgerpreis vor“ – eine Begründung muss schon genannt werden. Die Auswahl der Preisträger nehmen die Fraktionsvorsitzenden der Stadtratsfraktionen oder deren Stellvertreter gemeinsam mit dem Oberbürgermeister vor. Alle Delitzscher Bürger sowie die in der Stadt ansässigen Vereine, Gruppen, Organisationen, Parteien und Institutionen können Vorschläge einreichen. Noch bis 15. Mai ist Zeit, um sich einen geeigneten Kandidaten zu überlegen und den Vorschlag mit dem Stichwort „Bürgerpreis der Stadt Delitzsch“ im Referat Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus am Markt einzureichen.

Von Christine Jacob

Delitzsch, Markt 3 51.5220841 12.3326391
Delitzsch, Markt 3
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