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Winterdienste aus Bad Düben, Delitzsch und Eilenburg ziehen Bilanz
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Schnee ade Winterdienste aus Bad Düben, Delitzsch und Eilenburg ziehen Bilanz

Der Frühling vor der Tür läutet entspanntere Zeiten für die Winterdienste im Landkreis Nordsachsen ein. Zeit, unter die Lupe zu nehmen, was vom Streumittel übrig geblieben ist und welche Spuren die Witterung an den Straßen hinterlassen hat.

Diese Saison muss wahrscheinlich nicht mehr gestreut werden.

Quelle: Manfred Lüttich

Nordsachsen. Aus meteorologischer Sicht befindet sich die Nordhalbkugel bereits seit Anfang des Monats im Frühling. Nach astronomischer Perspektive hält der Lenz erst kommenden Montag Einzug. Völlig unabhängig davon hat die kalte Jahreszeit jedoch bereits Pause eingelegt und das Thermometer pendelt sich langsam auf zweistelligen Höchsttemperaturen ein. Die Winterdienste der Region können durchatmen und Resümee ziehen.

Mehr Einsätze in Delitzsch gefahren

„In diesem Winter sind 25 Einsätze gefahren worden“, teilt Nadine Fuchs vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit im Delitzscher Rathaus auf Anfrage mit. Das sind sieben Touren mehr, als noch in der vorangegangenen Saison. Auch in Sachen Streumittel hat die Stadt der Türme mehr als eine Schippe drauflegen müssen. „In der Saison mussten 55 Tonnen Salz nachbestellt werden“, sagt Fuchs. Demnach wurden insgesamt 155 Tonnen Salz, 35 Tonnen Sole und 25 Tonnen Split auf die Verkehrsadern gebracht. Das Material war notwendig, um auf insgesamt 270 Räumkilometern für sichere Straßen- und Gehwegverhältnisse zu sorgen. Dafür kamen neun Räumfahrzeuge und sechs Transporter zum Einsatz. „Glücklicherweise gab es keine Ausfälle“, so die Delitzscher Stadtsprecherin. Zu Behinderungen kam es wie üblich am Straßenrand. „Parkende Autos sind nicht nur beim Winterdienst ein Problem, sondern auch bei der Durchführung der Straßenreinigung“, sagt Fuchs. Ein temporäres Parkverbot anzuordnen bedürfe einer mehrtägigen Ankündigungsfrist, „was bei plötzlichem Schneefall absurd ist.“ Derweil sind Mitarbeiter des Sachgebiets Kommunalbau bei täglichen Außenkontrollen damit beschäftigt, die Winterschäden auf den Straßen aufzunehmen.

In Eilenburg starten erste Reparaturen

Auch in Eilenburg ist man noch mit der Aufnahme der Schäden beschäftigt, hat aber bereits mit ersten Reparaturen begonnen. „Derzeit werden über den Winter entstandene Straßenschäden in der Bahnhofstraße und in der Hartmannstraße beseitigt“, meldet Katharina Eidner, im Rathaus zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Über den Winter verteilt rückte die beauftragte Eilenburger Stadtwirtschaft insgesamt 45 Mal aus. Der Löwenanteil von 30 Einsätzen kam dabei im Januar zusammen. „Besonders die beiden Wochenenden 7./8. und 14./15. waren sehr arbeitsintensiv, da unsere Mitarbeiter aufgrund der Witterung mehrfach am Tag ausrücken mussten“, sagt Simone Georgi von der Stadtwirtschaft. Das ließ das Streumittel knapp werden, sodass nachgeordert werden musste. Insgesamt wurden 150 Tonnen Splitt und 100 Tonnen Streusalz für den Winterdienst gehortet.

Schlaglöcher in Bad Düben verfüllt

Welche Mengen an Streumittel in Bad Düben zum Einsatz kamen, vermag die zuständige Sachbearbeiterin Astrid Seydewitz nicht zu sagen. Mit der gerade ausklingenden Saison hat die Stadt nämlich ihren Winterdienst neu aufgestellt und an die Landschaftsbaufirma Noack vergeben. „Eine Mitteilung über die Verbräuche an Material war nicht Vertragsbestandteil“, so Seydewitz. Festgelegt ist indes, welchen Bereich der neue Winterdienst abzudecken hat. Darunter fallen unter anderem rund 41 Straßenkilometer im Stadtgebiet (etwa 16 Kilometer verkehrswichtige und gefährliche Strecke, die mit oberster Priorität geräumt wird) sowie fast 13 Kilometer in den Stadtteilen. Dort hinterließ der Winter in den vergangenen Monaten seine Spuren. „Erste Kontrollfahrten fanden bereits statt. 15 Schlaglöcher wurden verfüllt“, berichtet Seydewitz. „Die Straßen und Wege bleiben noch in Beobachtung und werden je nach Erfordernis instandgesetzt.“

Von André Pitz

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