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Personalkarussell an Zschaitzer Kita rotiert
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Gemeinde sucht vier neue Erzieherinnen für Waldspatzen Personalkarussell an Zschaitzer Kita rotiert

Gleich vier neue Erzieherinnen braucht die Kita Waldspatzen in Zschaitz. Eine ist schon da, doch statt den grundsätzlichen Mehrbedarf an Personal zu decken, muss diese zunächst eine schwangere Kollegin vertreten. Zwei weitere gehen noch dieses Jahr in den Ruhestand. Aus selbigem soll jetzt eine Erzieherin zurückgeholt werden.

Die Zschaitzer Kita-Kinder werden Augen machen, wenn sie ihre neuen Erzieherinnen kennenlernen und nächstes Jahr den neuen Mehrzweckraum sehen.

Quelle: Sven Bartsch (Archiv)

Zschaitz. Für den Zschaitzer Bürgermeister Immo Barkawitz und seine „rechte Hand“ Mandy Härtner gibt es derzeit in Sachen Kindertagesstätte Waldspatzen alle Hände voll zu tun. Vier neue Erzieherinnen werden im Laufe des Jahres gesucht. Verschiedene Gründe kommen hier zusammen: „Wir haben die freudige Nachricht bekommen, dass eine unserer Erzieherinnen schwanger ist. Dadurch ist sie jetzt schon im Beschäftigungsverbot und geht anschließend in Elternzeit. Zum Glück haben wir im März schon eine neue Kollegin eingestellt“, sagt Mandy Härtner.

Allerdings sollte diese eigentlich dem gestiegenen Betreuungsbedarf der Kita Rechnung tragen. Denn besonders seit dem vergangenen Jahr sind die Kinderzahlen in der Gemeinde durch Zuzug mehrerer Familien regelrecht in die Höhe geschossen. Die bisher eingesetzten neun Erzieherinnen können die Arbeit nicht mehr bewältigen, weshalb die Verwaltung schon im alten Jahr entschieden hatte, eine zehnte Kraft einzustellen. Die ersetzt nun die schwangere Kollegin.

Um den Mehrbedarf zu decken, greift Mandy Härtner zu ungewöhnlichen Maßnahmen: „Wir haben eine Kollegin angefragt, für April für 20 Stunden aus dem Ruhestand zu kommen“, sagt sie. Noch ist offen, ob diese das Angebot annimmt. Auch für Juni und Juli hat die Gemeinde bei ihr um Hilfe gebeten, um die Zeit zu überbrücken, bis ein dauerhafter Ersatz gefunden ist.

Doch das ist noch nicht alles: Im August und im November verabschieden sich zwei Erzieherinnen in den verdienten Ruhestand. Auch diese müssen durch neue Fachkräfte ersetzt werden, so dass zum Jahresende vier neue Mitarbeiter in der Kita beschäftigt sein sollen.

Und selbst dies könnte für die Einrichtung noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Aktuell sind 81 Kinder in Krippe, Kindergarten und Hort untergebracht. Die Betriebserlaubnis gilt für insgesamt 88 Kinder. 58 Plätze davon sind im Haupthaus der Kita für Krippe und Kindergarten vorgesehen, doch schon jetzt ist klar, dass diese Zahl im Mai erreicht und im Juni überschritten wird, sagt Härtner. Dann muss die Einrichtung eine Sondererlaubnis beantragen, die bis Jahresende gültig sein wird.

2018 soll dann der Ausbau eines Mehrzweckraumes erfolgen, wodurch die Aufnahmefähigkeit auf 70 Kinder im Haupthaus und 100 insgesamt steigen würde. „Der Planer arbeitet derzeit an zwei bis drei Varianten. Dabei geht es darum, welchen Raum wir wie anfassen“, erklärt Mandy Härtner. Gemeinsam mit dem Jugendamt wird eine Variante ausgewählt, die für Kinder und Personal am angenehmsten ist. Dann kann die Kommune auch Fördermittel beantragen.

Wird die gesamte aufgestockte Kapazität in Anspruch genommen, müsste noch eine elfte Erzieherin dazu kommen. Schon jetzt sei absehbar, dass die Belegungszahl auf mehr als 90 Kinder steigt, sagt Härtner. Eigentlich gute Nachrichten für die Gemeinde, die der Verwaltung aber eben auch viel Stress bescheren.

Von Sebastian Fink

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