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Richtfest bei Leisniger Archivdienstleister
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Millionen-Investition Richtfest bei Leisniger Archivdienstleister

Den symbolischen letzten Nagel versenkt Betriebsleiter Bengt Dölitzscher im Holz, dann wird das Glas auf das neue Gebäude auf dem Betriebsgelände vom Archivdienstleister DMI erhoben. Vorarbeiter Thomas Striedinger wirft seins nach dem Richtspruch vom Dach. Der Bau liege im Zeitplan, sagt Dölitzscher und berichtet über die Auftragslage des Unternehmens.

Bengt Dölitzscher schlägt den letzten Nagel ein.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. Das Richtfest beim Leisniger Archivdienstleister DMI beginnt mit einem Umzug: Das frisch geteerte Flachdach ist bei knapp 30 Grad Celsius so heiß, dass der Dachdecker es nicht frei gibt zur Begehung. Tische, Bänke und erst recht Stöckelschuhe würden die von der Sonne aufgeheizten Bahnen beschädigen, zudem Teer an den Schuhsohlen hinterlassen. Für die Zeremonie des Richtfestspruchs, den Vorabeiter Thomas Striedinger vom Hauptauftragnehmer Mildensteiner Baugilde verliest, versammeln sich alle kurz ganz oben, wo Betriebsleiter Bengt Dölitzscher den symbolischen letzten Nagel ins Holz schlägt.

Gesamtinvestition von zehn Millionen Euro

Dann geht es unter Deck, in die Räume vom obersten Geschoss. Innerhalb der Betonwände ist es um einiges kühler. Und der erste knallende Sektkorken hat es schon bewiesen: Der Beton hält. Der Richtkranz darf oben in der Sonne unter blauem Himmel schaukeln, mit der Burg Mildenstein als malerische Kulisse. Er verweist auf eine Zwischenstation für ein großes Investitionsvorhaben: In den Verbindungsbau, der das einstige Haus C des Archivdienstleisters ersetzt, fließen rund 4,5 Millionen Euro. „Dies ist nur ein Teil der Gesamtinvestition von zehn Millionen Euro“, ordnet Dölitzscher das Vorhaben in das gesamte Programm ein. Denn wenn der Verbindungsbau steht, der mit modernsten Arbeitsplätzen ausgestattet wird, soll auch der schon vorhandene Gebäudebestand modernisiert, die Installations- sowie Sanitärtechnik erneuert werden. Für Januar 2018 plant Dölitzscher die Inbetriebnahme des Gebäudes.

Größtenteils Frauen bei DMI

„Unsere Auftragslage ist gut wie noch nie“, sagt er. Auf 500 Mitarbeiter wuchs die Belegschaft an. Allein zu Jahresbeginn wurden 70 Mitarbeiter neu eingestellt. Selbst im Schichtsystem sind alle nur knapp in dem Gebäude unterzubringen. Auf dem Betriebsgelände steht ein Containerbau mit 40 Arbeitsplätzen als Interimslösung, bis der Neubau steht. Einmal monatlich arbeite jede Mitarbeiterin auch an einem Sonnabend - zum allergrößten Teil sind Frauen beim DMI angestellt. Fachkräfte zu gewinnen, sei schwer, so Dölitzscher, da müsse das Arbeitsumfeld stimmen. Auch unter diesem Blickwinkel ist die Modernisierung aller Gebäude von großer Bedeutung.

Hochwassersicher gebaut

Der Standort direkt an der Mulde sei nicht unkritisch, räumt er ein und spielt damit auf die zwei vorangegangenen und mögliche kommende Hochwasserepisoden an. Das komplett aus Stahlbeton errichtete neue Gebäude ist hochwassersicher konstruiert. Erst in 2,40 Metern Höhe kommen die ersten Fenster, das ist weit über der zuletzt festgestellten höchsten Hochwassermarke.

Auf einer Grundfläche von rund 550 Quadratmetern werden im hochwassersicheren Erdgeschoss plus drei Etagen zirka 2500 Quadratmeter zusätzlich verfügbarer Fläche geschaffen. Mit dem Verwaltungsgebäude wird das neue Haus C auf einer Ebene verbunden. Leisnig ist mit Abschluss der Gesamtbaumaßnahme der modernste der drei deutschen DMI-Standorte und mit rund 500 Mitarbeitern auch der größte.

Von Steffi Robak

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