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Seniorenverein Zschaitz: Ende nach 21 Jahren besiegelt
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Zu wenige Mitglieder, zu hohes Durchschnittsalter Seniorenverein Zschaitz: Ende nach 21 Jahren besiegelt

Im vergangenen Jahr hat der Seniorenverein noch sein 20. Jubiläum gefeiert, jetzt wird er aufgelöst. Mit nur noch 13 Mitgliedern und einem Durchschnittsalter von 82 Jahren mache es keinen Sinn mehr, sagt die Vorsitzende Rosemarie Goldbach. Die Unterlagen sind schon eingereicht, eine letzte Fahrt im Advent geplant.

Vor einem Jahr wurde in der Herberge am Stausee Baderitz noch 20. Jubiläum gefeiert, jetzt löst sich der Seniorenverein Zschaitz auf.

Quelle: Sven Bartsch (Archiv)

Zschaitz. Es wird ruhiger künftig in der Herberge am Stausee Baderitz: Ein bis zwei Mal pro Monat trafen sich die Mitglieder des Seniorenvereins Zschaitz dort in der Gaststätte zum Plaudern, Lachen, Zusammensein. Damit ist es nun vorbei – der Verein wird aufgelöst. Die Vorsitzende Rosemarie Goldbach hat alle nötigen Unterlagen bereits in der Zschaitzer Verwaltung eingereicht, wo man sich jetzt um die Modalitäten kümmert, um den Verein aus dem Register zu löschen. „Bei nur noch 13 Leuten und einem Durchschnittsalter von 82 Jahren ist es nicht mehr sinnvoll, noch etwas zu machen“, begründet Goldbach den Schritt.

Es schwingt dennoch ziemlich viel Wehmut mit. „Alle haben es tüchtig bedauert, denn bislang war bei den Treffen doch immer ein Muss dahinter, so dass noch Einige gekommen sind. Aber bei acht bis neun Leuten bei den Treffen hat es sich auch für den Gastwirt nicht mehr richtig gelohnt“, sagt sie. Privat wolle man sich weiterhin treffen, wenn Interesse besteht. Und eine letzte gemeinsame Ausfahrt soll es noch geben. „Vielleicht schaffen wir eine Adventsfahrt. Unsere Fahrten waren immer schön, wo alle nochmal gesagt haben, ich muss raus aus den vier Wänden“, erzählt Rosemarie Goldbach und lacht.

Das Herauskommen fiel den älteren Mitgliedern zuletzt immer schwerer. Denn der Gemeindebus, mit dem sie zu den Treffen gefahren wurden, ging für längere Zeit kaputt. „Die Firma Ehrlich hat dann ausgeholfen, aber das geht ja auch nicht ewig“, sagt Goldbach über die Unterstützung vom Autohaus mit Gemeinderätin Ina Plato.

Dass sich der Verein auflöst, kommt aber vor allem wegen der immer weiter schwindenden Mitgliederzahl nicht überraschend für die Vorsitzende und ihre Mitstreiter. Schon im vergangenen Jahr stand das Ende zur Debatte. „Aber da hatten wir unser 20-jähriges Bestehen und da haben wir gesagt, das ziehen wir noch durch. Aber jetzt ist ein Jahr später und die Leute werden immer gebrechlicher“, sagt Goldbach schmunzelnd.

Mit 75 Jahren sei sie noch eine der Jüngsten im Verein. Von den noch Jüngeren seien einige in den vergangenen Jahren in den Zschaitzer Frauenverein gewechselt. Dafür hat sie Verständnis. „Wer noch halbwegs kann, bleibt auch im Frauenverein, die machen doch noch ein bisschen mehr“, sagt sie, die jedoch immer im Seniorenverein aktiv war – 15 Jahre lang, zuerst als stellvertretende Vorsitzende, in den letzten vier Jahren dann als Chefin. Weihnachtsfeiern, Frühlings-, Sommer- und Herbstfeste sowie zwei Fahrten pro Jahr waren feste Höhepunkte. Nun müssen sich die Frauen ohne Vereinsstatus verabreden.

Von Sebastian Fink

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