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Steh-Auf-Geschichten aus Mittelsachsen: Ein Mutmacher zum Mitmachen
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Projekt Steh-Auf-Geschichten aus Mittelsachsen: Ein Mutmacher zum Mitmachen

Nimmt das Leben eine unvorhersehbare Wendung, dann müssen frühere Lebenswege verlassen und neue beschritten werden. Die daraus entstehenden Steh-Auf-Geschichten möchten die Akteure vom Verein Müllerhof Mittweida in ihrem aktuellen Projekt aufschreiben. Sie bleiben nicht unter sich: Wer etwas zu erzählen hat, ist dabei.

Beim Verein Müllerhof wurde das Konzept um die Steh-Auf-Geschichten entwickelt. Offizieller Start ist im April.

Quelle: Verein Müllerhof

Leisnig. Wer kennt sie nicht, die Steh-Auf-Geschichten von Menschen, deren Leben eine unvorhersehbare Wendung nahm, die frühere Lebenswege verlassen, ihr Leben neu denken mussten – und die das geschafft haben auf eine Art, die danach schreit, sie anderen Menschen zu vermitteln. Das Projekt „Umbrüche“ will sich genau diesen Menschen widmen, sie selbst schreiben oder erzählen lassen.

Hintergrund zum Projekt: http://stehaufgeschichten.de/

„Mitmachen, mit schreiben oder mit erzählen kann jeder, der möchte. Wir wollen das Projekt auf eine breite Ebene stellen“, erläutert die Autorin und Mitakteurin Sylvia Eggert. Neben weiteren Köpfen hinter dem Projekt, wie beispielsweise dem Künstler Jens Ossada oder der Theaterpädagogin Julita Decke steht die Leisnigerin hinter dem Projekt „Umbrüche – Steh-Auf-Geschichten aus Mittelsachsen“ des Vereins Müllerhof mit Sitz in Mittweida.

Rück-Besinnen zum Vorwärts-Gehen

Nach dem Motto „Rück-Besinnen bestärkt zum Vorwärts-Gehen“ sollen die gesammelten Geschichten denen, die sie lesen, Mut machen, wobei aus dem eingesendeten Material nicht allein Geschichten werden: „Was die Menschen einbringen, kann sehr vielfältig sein“, schildert Eggert die Vorstellung derer, die das Projekt angeschoben haben. Aus Fotos, Tondokumenten, längeren Geschichten, auch kleinen selbst verfassten Gedichten oder Prosa-Miniaturen entsteht unter Regie von Jens Ossada ein Gesamtkunstwerk. Er stellt es aus dem Material aller Beteiligten zusammen – sofern diese das möchten. „Jeder, der etwas einreicht, entscheidet im Übrigen selbst, ob er etwas davon veröffentlichen lassen möchte oder nicht, und wenn, ob er das anonym tun oder mit Namen genannt werden möchte“, schildert Sylvia Eggert eine der wichtigen Regeln des Projektes. So behalten es die Mitwirkenden in der Hand, in welcher Form sie mit ihren Steh-Auf-Geschichten in der Öffentlichkeit präsent sein möchten.

Auf bunte Briefkästen achten

In der Öffentlichkeit sind besondere Hingucker präsent, die zum Projekt einladen: Besondere Briefkästen werden sowohl in den Bibliotheken des Landkreises Mittelsachsen angebracht werden als auch in Institutionen des Landratsamtes. Über den Landkreis wird das Projekt „Steh-Auf-Geschichten aus Mittelsachsen“ auch gefördert. Die Briefkästen sind selbst gemacht: In verschiedenen Schulen des Landkreises nehmen Kinder Werkzeug zur Hand und fertigen die farbigen Kästen, die schon allein durch ihre Gestaltung auffallen sollen. Beim nächsten Bücherei-Besuch kann so ein Steh-Auf-Briefkasten durchaus schon in der eigenen Stammbücherei hängen.

Jens Ossada: „Die Auftaktveranstaltung zu unserem Projekt ’Umbrüche’ ist für den 12. April im Müllerhof geplant. Dazu heißen wir zunächst alle Multiplikatoren willkommen, die im Zusammenhang mit dem Projekt stehen, unter anderem Vertreter des Landratsamtes. Es wird eine kleine Theater-Performance der Gruppe Septem Mulieres geben, dazu Lesungen, Musik, und natürlich wird das Projekt vorgestellt.“

Von Steffi Robak

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