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Umzug im Mai: Fischer Nutzfahrzeuge zeigt neuen Firmensitz in Bockelwitz
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Wirtschaft Umzug im Mai: Fischer Nutzfahrzeuge zeigt neuen Firmensitz in Bockelwitz

Das MAN-Service-Unternehmen Fischer Nutzfahrzeuge hat drei Millionen Euro an der Autobahn bei Bockelwitz investiert. Der Tag der offenen Tür im neuen Firmensitz lockte Besucher in Scharen.

Zum Tag der offenen Tür bei Fischer Nutzfahrzeuge in Bockelwitz konnten sich die Besucher den modernen Bremsprüfstand erläutern lassen und die Geschichte des Lastwagenbaus der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg eintauchen.

Quelle: Sven Bartsch

Bockelwitz. Der neue Firmensitz ist fertig und im Mai nimmt die Fischer-Nutzfahrzeuge GmbH ihren Betrieb auf. Zuvor öffnete die MAN-Werkstatt für Interessierte ihre Pforten und veranstaltete am Sonnabend einen Tag der offenen Tür. Dazu hatten die Lkw-Profis ordentlich aufgefahren. Wer sich zum Beispiel mal hinters Steuer eines Neoplan-Cityliners setzen wollte, war hier genau richtig. „Hier brauchst Du ja einen Pilotenschein, das ist ja wie ein Cockpit“, schilderte Michael Hutschenreiter seinen Eindruck. Der Bandleader der „Fleming-Band“ aus Hartha schmunzelt über den Vorschlag, dass der Reisebus der Omnibus-Marke von MAN ja sicher ein prima Tourbus wäre. Die Fleming-Band gehörte zum Kulturprogramm bei Fischer-Nutzfahrzeuge und nach ihrem Auftritt schauten sich die Musiker den City-Liner an, der direkt hinter der Bühne parkte.

Gegen den Reisebus wirkt der Kleintransporter MAN TGE regelrecht winzig. Dieses neue Produkt zeigte Fischer-Nutzfahrzeuge ebenfalls zum Tag der offenen Tür in den neuen Hallen in Bockelwitz. Und wer eine Zeitreise in die Geschichte der Lastkraftwagen unternehmen wollte, war hier ebenfalls richtig. Im Bremsen-Prüfstand parkten historische MAN-Laster. Ein Blick durchs Seitenfenster verriet: Hier hat Kraftfahren wirklich noch etwas mit Kraft zu tun. Lenkhilfe und Automatikgetriebe waren in der Zeit, aus der einige diese Fahrzeuge stammten, eben noch Zukunftsmusik.

Der Bremsenprüfstand gehört zur technischen Ausrüstung des neuen Standorts der Fischer-Nutzfahrzeuge GmbH. Auf einer Fläche von 36 mal 56 Metern ist in den vergangnen Monaten der neue Werkstattkomplex in Bockelwitz entstanden. Dort gibt es unter anderem eine sogenannte H-Grube mit Durchgangsspur sowie zwei weitere Spuren, auf denen mit einer Radgreiferanlage gearbeitet werden kann. Letztere ist notwendig, um die Lkw auf Arbeitshöhe anzuheben. Insgesamt investierte das Unternehmen drei Millionen Euro in das Bauprojekt an der A14, für das es auch aus strategischen beziehungsweise logistischen Gründen den Standort nahe der Autobahnanschlussstelle ausgewählt hatte.

Im Mai zieht der Betrieb mit seinen 17 Mitarbeitern nach 26 Jahren von Mügeln nach Bockelwitz. „Wir bieten hier alle Leistungen rund ums Nutzfahrzeug an“, sagt André Otto, Geschäftsführer der Fischer Nutzfahrzeuge GmbH. Dazu gehören die Lkw von MAN sowie Reisebusse aber auch der neue MAN-Kleintransporter TGE, den es in ganz unterschiedlichen Ausführungen geben wird: Als Pritschenkipper zum Beispiel oder auch als Kleinbus. Ein Spezialfahrzeug der besonderen Art werden die Mitarbeiter von Fischer Nutzfahrzeuge in Bockelwitz ebenfalls warten und reparieren: Den SurvivorR. Das ist ein robustes Einsatzfahrzeug für die Polizei auf Basis eines MAN-Lkw, umgerüstet von Rheinmetall. Es ist für Einsätze in Bedrohungslagen konstruiert, hält Wurfgeschosse aus und lässt sich auch nicht so leicht umkippen, wie die normalen Einsatzfahrzeuge der Polizei. Zum Tag der offenen Tür in Bockelwitz war der SurvivorR ein Besuchermagnet.

Von Dirk Wurzel

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