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Zschaitzer Trimm-dich-Pfad wird teilweise eröffnet
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Gemeinde will erste sechs Stationen am Sportplatz freigeben Zschaitzer Trimm-dich-Pfad wird teilweise eröffnet

Seit fast zwei Jahren ist der Trimm-dich-Pfad im Zschaitzer Naherholungsgebiet fertig vorbereitet. Doch ein Großteil wird auf privatem Wald von 2015 umgewehten Bäumen blockiert. Weil die Waldbesitzer bisher nur zum Teil beräumt haben, können nun nur die ersten sechs Stationen freigegeben werden.

Der Pfad, die Sportgeräte und Hinweisschilder sind bereit, doch durch die Waldstücke können Sportler noch nicht laufen.

Quelle: Sven Bartsch

Zschaitz. Schon 2014 hatte die Gemeinde Zschaitz-Ottewig über das Förderprogramm Jugend bewegt Kommune angefangen, einen Trimm-Dich-Pfad zwischen Waldstadion und Naherholungsgebiet anzulegen. Doch wegen eines Sturms im Juli 2015 kann der Trainingsparcours für Wanderer und Fitnessfreunde bis heute nicht genutzt werden. Nun will die Kommune zumindest einen Teil des Pfades eröffnen. Denn Hinweisschilder, Wege und die Stationen auf den drei vorgesehenen Strecken sind längst vorhanden. Doch die privaten Waldbesitzer haben bislang noch nicht alle Sturmschäden von damals beseitigt.

„Der Wald, der für die Strecken Verwendung findet, gehört nicht der Gemeinde. Es sind private Grundstücke, mit deren Eigentümer sich die Kommune zu diesem Projekt verständigen müssen. Ich möchte deshalb keinen Druck aufbauen und den Eigentümern stattdessen auf jeden Fall die nötige Zeit geben, eventuelle Sturmschäden in ihren Waldstücken zu beheben. Das geht ja auch nicht von einem Tag auf den anderen“, sagte Barkawitz der DAZ im August 2015. An dieser Aussage hat sich seither nichts geändert. „Die Besitzer der Waldstücke sind durch einen vereinbarten Haftungsausschluss raus aus der Verantwortung“, sagte der Bürgermeister in der vergangenen Woche der DAZ. Soll heißen: Die Kommune kann die fünf verschiedenen Besitzer nicht zwingen, die quer liegenden Bäume und Äste vom Pfad zu räumen. „Das sieht aus wie beim Mikado“, erklärte Barkawitz, warum der Pfad noch immer gesperrt ist. Er sei im Austausch mit den Besitzern, um die Räumung voranzubringen.

Bis dahin soll es zumindest eine Teileröffnung geben. „Wir wollen eine kleine Eröffnung machen mit sechs Stationen rund um den Sportplatz“, sagt Barkawitz. Dort gehört das Gelände der Kommune und ist für Freizeitsportler benutzbar. Wann genau es losgehen soll, steht noch nicht fest. Doch die bewegungsaffinen Besucher des Naherholungsgebietes dürfen sich darauf freuen, sich in der wärmeren Jahreszeit am Sportplatz zu trimmen.

Schafft es die Gemeinde, sich mit den Waldbesitzern auf eine Räumung der Strecke zu einigen, wird erst das ganze Ausmaß der Anlage sichtbar werden. Denn es gibt drei verschiedene Strecken: Die kleinste Runde ist 1,5 Kilometer lang. Die mittlere Strecke misst 2,5 und der längste Kurs sogar 3,5 Kilometer. Unterwegs gibt es hölzerne Geräte, die zum Balancieren, Springen und anderen Geschicklichkeitsübungen einladen.

Von Sebastian Fink

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