Menü
„Das lyrische Eilenburg“ – Wolfgang Beuche stellt sein viertes Buch vor
Klein Mittel Groß

Literatur „Das lyrische Eilenburg“ – Wolfgang Beuche stellt sein viertes Buch vor

Wolfgang Beuche hat es zum vierten Mal getan. Der Eilenburger hat ein Buch herausgegeben. Nach zwei Bänden über die Industriegeschichte der Muldestadt und einem über wichtige Persönlichkeiten, die sich mit der Stadt-Historie verbinden, geht es diesmal um lyrische Werke, die in die Eilenburger Vergangenheit eintauchen lassen.

Wolfgang Beuche stellt „Das lyrische Eilenburg“ vor. Die Titel-Illustration stammt von Anke Jahn.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Wolfgang Beuche hat sein viertes Buch herausgegeben. „Ich bin ja ein Sammler“, erklärt der Eilenburger, der sich bereits als Kind für Historisches interessierte, wie er dazu kam. Schon mit 24 Jahren, als junger Ingenieur, begann er, systematisch historisches Material über seine Heimat zusammenzutragen. Doch zum Aufschreiben kam er erst als Rentner. Heute ist er Mitglied im Museums- und im Burgverein, leitet regelmäßig Führungen über den Burgberg. Nach zwei Bänden Industriegeschichte und einem weiteren über bekannte Persönlichkeiten steht sein neues Werk unter dem Titel „Das lyrische Eilenburg“. „Es finden sich ja viele einzelne Sachen über Eilenburg. Doch mir war es wichtig, alles mal zusammenzutragen und so für die Nachwelt zu bewahren“, erklärt der 80-Jährige. Auf 160 Seiten hat er Stücke zusammengestellt und kommentiert, die sich dichterisch mit der Muldestadt auseinandersetzen.

Liebe zur Heimatstadt Eilenburg

„Aus allen sprachlichen Kunstwerken spricht die Liebe zur Heimat mit ihren speziellen Schönheiten und ihren Menschen“, schreibt Beuche im Vorwort. So fehlt in der Sammlung natürlich Goethes Ballade über des „Kleinen Volkes Hochzeitsfest“ nicht, doch es findet sich auch die Geschichte über den Teufelswinkel im Bürgergarten oder die Legende vom Funkenhäuschen. Zu lesen sind ebenso Verse August Anton Bernhardis, Arzt, Genossenschafter, Politiker und Erfinder des Kalksandsteins. Von einer „Fahnenweihe bei der Waldfahrt in den Lübbisch“ am 3. Oktober 1946 wird überliefert: „Die Klage mein’ ich über Geisteszwang, Bevormundung, wo man sich mündig meint.“ Und gleich darauf folgt ein Lied zu einem Fest des Kantorei-Chors, der sich mit „Wein, Weib und Gesang“ ebenso wie mit Luther auseinandersetzt. Und dann ist wieder eine kleine Satire übers Schützenfest zu lesen, die „Heimatdichter und Fabrikbesitzer“ Max Bischoff zur 100-Jahrfeier der Eilenburger Büchsen-Schützen-Gesellschaft verfasste.

Eilenburger Hobby-Künstlerin im Boot

So setzt Wolfgang Beuche Schlaglichter auf die Geschichte der Stadt, auf die Gefühlswelten der Eilenburger Vorfahren. Er hat viele zeitgenössische Illustrationen in sein Buch eingebunden, aber auch die Eilenburger Hobby-Künstlerin Anke Jahn mit ins Boot geholt. Sie ließ sich von den Geschichten inspirieren und malte auch das Titelbild, das dramatische Muldefluten, Burgberg und Sagengestalten vereinigt.

„Das Lyrische Eilenburg – Gedichte, Lieder, Märchen und Geschichten aus Eilenburg und Umgebung“ ist über Books on Demand zu erhalten, wird also nach Bedarf geliefert. Es kostete 19,99 Euro. Zu bestellen ist es nicht allein im Internet, sondern auch über Buchhandlungen.

Von Heike Liesaus

E-Mail facebook twitter google+WhatsApp
Voriger Artikel: Frau geschlagen: Eilenburger zu Bewährungsstrafe verurteilt
Nächster Artikel: Fußgänger ärgern sich über Baustelle an der Eilenburger Lilienstraße