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Eilenburger Amateurfilmer drehen Film über Luther
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Reformationsjubiläum Eilenburger Amateurfilmer drehen Film über Luther

Die Eilenburger Amateurfilmer begeben sich auf die Spuren Martin Luthers. Dieser Tage wurde in der Nikolaikirche gedreht, ebenso sind die Marienkirche und das Museum Schauplätze. Die Hauptarbeit hat die Gruppe noch vor sich. Luther soll auch noch persönlich auftreten. Bis zum Reformationsjubiläum soll das Video fertig werden.

Gerd Spindler und Dr. Peter Paschke (links) nehmen Bilder für den Luther-Film in der Nikolaikirche auf.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Luther war in Eilenburg und keiner hat’s gesehen. Das will die Eilenburger Amateurfilmgemeinschaft (AfG) ändern. Deshalb ist die Gruppe dieser Tage im Museum, in der Nikolaikirche und in der Marienkirche mit der Kamera unterwegs. „Alle anderen haben ’ihren Luther’ und von Eilenburg hört man gar nichts“, sagt Gerd Spindler vom AfG-Vorstand. Er hat sich gemeinsam mit Peter Paschke ein Drehbuch erdacht. Das Konzept: Der Reformator besucht die Stätten seines Wirkens, trifft auf heutige Eilenburger, erinnert sich an seine Zeit. Für die Außenaufnahmen wollen die Hobby-Filmer noch warten, bis es wieder etwas grüner ist.

Bei den Innenaufnahmen in der Nikolaikirche begleitet Ernst Gottlebe aus der Kirchengemeinde die Filmer mit fachkundigem Rat. So bannten sie Bilder auf den digitalen Speicher, die als Material für die Schwenks in den Hintergrund gebraucht werden, unter anderem vom Marien-Altar und den Wendelstein, der zur Fürstenloge führte. Die Eilenburger sollen sich schon sehr früh den Ideen des Reformators geöffnet haben. Martin Luther soll der Muldestadt einst den Titel der „gesegneten Schmalzgrube“ verpasst haben und mehrfach im damals prächtigen Schloss zu Gast gewesen sein. „Eigentlich wollten wir voriges Jahr schon loslegen“, erzählt Gerd Spindler. „Aber es kam vieles dazwischen. Doch zum 500. Jahrestag der Reformation wollen wir den Film fertig haben.“

Das wäre also am 31. Oktober. Klingt nach viel Zeit. „Aber das ist wenig, bei all dem, was wir noch zu tun haben.“ Der Ort der Uraufführung aber stehe schon fest: das historische Klassenzimmer im Museum.

Von Heike Liesaus

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