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Eilenburger ärgern sich über Müll und Dreck
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Einwohnerversammlung Eilenburger ärgern sich über Müll und Dreck

Hundedreck, Wintersplitt und Müll in der Landschaft: Sie verärgern immer wieder aufs Neue. Diese Probleme gehörten zu den Hauptthemen, die in der Einwohnerversammlung des Stadtteils Eilenburg-Mitte angesprochen wurden. Vor allem auf dem Nordring sollte öfters in den Morgenstunden kontrolliert werden, so der Tenor der Bürger.

Alter Streusplitt wird in die Gullys gespült.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Müll und Schmutz in der Stadt gehörten zu den hauptsächlichen Problemen, über die Anwohner des Stadtteils Mitte in der Versammlung am Donnerstagabend mit Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) diskutierten. Erneut sorgte Hundedreck, besonders auf den Grünanlagen am Nordring, für Aufregung. Doch wie könnten Tierbesitzer zur Verantwortung gezogen werden, die ihrer Pflicht, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einzusammeln, nicht nachkommen? „Ich habe selbst schon mal einen Hundebesitzer angesprochen. Der sagte mir, dass er gleich seinen Hund auf mich hetzen würde“, erzählte eine Anwohnerin. Mitarbeiter des Rathauses, aber nicht Politessen in Uniform, die schon von Weitem als solche erkennbar sind, sollten früh unterwegs sein, um zu kontrollieren und Bußgelder zu verhängen. „Nach um sieben ist schon zu spät“, meldet sich ein junger Mann zu Wort. „Ich habe selbst einen Hund, aber mich stört das auch.“ Scheler appellierte auch an aufmerksame Bürger: „Fotografieren sie es, wenn sie es können.“ Und wünschte sich selbst: „Es müsste mal ein Exempel statuiert werden.“

Volle Papierkörbe

Ebenfalls Ärgernis sind die Papierkörbe, in denen die Tüten dann entsorgt werden. Oder eben daneben, wenn diese voll sind. Trotzdem gibt es am Nordring sehr viele solcher Behälter, am Grünen Weg entlang der Mulde dagegen keinen. Dabei wäre er auch dort nötig, denn „von der Bank, die dort steht, lässt sich die Aussicht auf den Fluss genießen. Aber rechts und links sollte man besser nicht gucken“, stellte ein junger Eilenburger fest. „Dabei würde ein Papierkorb sicher genutzt. Wir haben schon mal einen Beutel dort aufgehängt. Der war im Nu voll.“ Nicht allein Einzelnes, sondern einen ganzen Haufen hat Kleingärtner Rainer Flöter auf seinem Weg zwischen der Anlage „Kugelfang“ und dem Bürgerhaus entdeckt. „Da hat jemand auf die Schnelle Müll entsorgt. Früher habe ich das auch mal mitgenommen und selbst entsorgt, aber das mache ich nicht mehr. Denn das wird immer teurer.“

Splitt in Gullys

Nicht allein ein optisches Problem ist der Streusplitt, der an vielen Stellen, so auch in der Schwedengasse, auf den Wegen liegt. „Das wird alles in die Gullys gespült“, kam der Hinweis von der Eilenburgerin Karin Fischer. „Wir sind dran“, versprach Scheler. Auch die Abfallcontainer auf dem Stadtfriedhof quellen über und müssten abgeholt werden, so eine weitere Besucherin. Hier gibt es schnelle Abhilfe: „Der Auftrag ist schon ausgelöst“, konnte Annett Krause, Leiterin des Bereichs Bürgerservice, berichten.

Von Heike Liesaus

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