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„Mein Vater vertraute keiner Bank“ – Joey Kelly erzählt in Eilenburg aus seinem Leben
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Bürgerhaus „Mein Vater vertraute keiner Bank“ – Joey Kelly erzählt in Eilenburg aus seinem Leben

Ein Kelly kennt keinen Schmerz. Das hat der Ire Joey Kelly in seinem Leben bei unzähligen Läufen rund um den Erdball schon bewiesen. Über seine Erlebnisse als Sportler und Musiker erzählte der 44-Jährige am Donnerstagabend im Eilenburger Bürgerhaus in seinem Vortrag „No Limits – Wie schaffe ich mein Ziel“.

Eilenburg. Gut gelaunt steht Joey Kelly im Foyer des Bürgerhauses. Erst vor einer Woche war der Extremsportler und Sänger im Fernsehen bei „Schlag den Star“ zu sehen. Trotz Knieverletzung räumte er den Jackpot in Höhe von 100 000 Euro ab und schickte seinen Gegner nach Hause. „Ja, das Knie ist ein bisschen verletzt. Aber das geht schon“, sagte Kelly.

Einladung des VfL Eilenburg

Ein Kelly kennt keinen Schmerz. Das hat der Ire in seinem Leben bei unzähligen Läufen rund um den Erdball schon bewiesen. Über seine Erlebnisse als Sportler und Musiker erzählte der 44-Jährige am Donnerstagabend im Eilenburger Bürgerhaus in seinem Vortrag „No Limits – Wie schaffe ich mein Ziel“. Er war auf Einladung des örtlichen VfL Eilenburg zu Gast. „Joey lief im vergangenen Jahr beim Mazdalauf mit. Da haben wir schon mit ihm gesprochen. Schön, dass es jetzt geklappt hat“, freute sich Vereinsvorsitzender Andreas Quitzsch.

Kellys Geschichte liest sich wie die eines Hochleistungssportlers. Dass Joey auch 20 Jahre als Mitglied der Kelly Family extrem erfolgreich musizierte, wussten einige im Saal gar nicht. Denn seit fast 15 Jahren bestimmt der Sport sein Leben. Bislang absolvierte er über 40 Marathons, über 30 Ultramarathons und neun Wüstenläufe. In 17 Tagen und 23 Stunden durchquerte er 2010 Deutschland von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze. Auf seinem 900 Kilometer langen Fußmarsch ohne Geld ernährte er sich nur von dem, was die Natur ihm bot.

Bis zu einer Million Mark auf dem Hausboot gehortet

Selbstironisch erzählte er aus seinem Leben. Von den schweren Zeiten, als sich die damals zwölfköpfige Familie als Straßenmusiker gerade so über Wasser hielt und oft von der Hand in den Mund lebte. Aber auch von den guten Zeiten, wo die Familie auf ihrem Hausboot bis zu einer Million Mark hortete. „Mein Vater vertraute keiner Bank“, erzählte Kelly.

Der Musiker blickte auf ein spannendes Leben zurück, erzählte vom berühmten Doppeldeckerbus, der ausverkauften Berliner Waldbühne und von 20 Millionen verkauften Schallplatten. „Meine Eltern haben damals viel auf sich genommen. Sie kannten keine Grenzen. No Limits eben“, so der Musiker. Den Mut und die Herausforderungen hat Joey Kelly zweifellos geerbt. „Das Jammern einstellen, nicht aufgeben, weiterkämpfen“, ist seine Botschaft an die Eilenburger. Und zwar in allen Lebensbereichen.

Von Steffen Brost

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