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Bunte Seifenblasen und mehr für Besucher in der Grimmaer Klosterkirche
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Frischemarkt Bunte Seifenblasen und mehr für Besucher in der Grimmaer Klosterkirche

Die bunte Palette der regionalen Produkte kam bei den Besuchern des Frischemarktes in der Grimmaer Klosterkirche zum Auftakt der diesjährigen Markt-Saison gut an. Einige Unternehmen verkauften ihre Produkte in Kürze. Es gab auch Anregungen für leckere Rezepte für Produkte aus der Region.

Jens Kästner (li.) und Ulf Lindner nehmen Geburtstagskind Jürgen Fiebig in die Mitte und bringen ihm ein Ständchen auf dem Frischemarkt in Grimma.

Quelle: Bert Endruszeit

Grimma. Wenn das kein gutes Omen ist: Jürgen Fiebig vom gleichnamigen Wagelwitzer Geflügelhof musste sich gegen 10.30 Uhr bereits geschlagen geben – alles ausverkauft! Für ihn war der Auftakt zur diesjährigen Frischemarkt-Saison in der Grimmaer Klosterkirche kein gewöhnlicher Tag, schließlich beging er am Sonnabend seinen 50. Geburtstag. Das blieb den Besuchern nicht verborgen, denn der Tanndorfer Jens Kästner hatte mit Ulf Lindner ein Ständchen auf dem Jagdhorn vorbereitet. „Das soll auch eine kleine Anerkennung dafür sein, dass er sich an so einem Tag hier hinstellt“, sagte Kästner. Pünktlich zur Eröffnung um 8 Uhr hätten die Leute bei ihm schon Schlange gestanden, verriet Fiebig. „Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.“ Das Konzept des Marktes gehe auf. „Die Leute interessieren sich verstärkt für regionale Produkte, was Produzenten wie mich natürlich freut.“

Der Grimmaer Delf Schumacher sicherte sich ein Sechserpack Bad Lausicker Bier. Daran hatte er gewissermaßen ein durchaus fachliches Interesse. „Ich braue schon seit zwei Jahren Bier für den Eigenbedarf. Da will ich auch mal sehen, was die anderen so machen.“ An die Abfüllmengen der großen Brauer komme er aber nicht heran. „Bei mir werden das maximal 30 Liter, ideal für kleine Partys.“ Doch das Bier aus eigener Herstellung sei nun mal etwas ganz anderes als die Masse der Industriebiere.

Während sich in der Klosterkirche und davor Stand an Stand reihte, verwandelte der Dürrweitzschener Robby Höhme die Bühne in ein Kochstudio. „Ich habe heute eigentlich nur Pfeffer und Salz dabei, alle anderen Zutaten hole ich mir hier direkt bei den Händlern. Damit koche ich dann gleich mehrere Gänge“, so der Inhaber von „Home’s Kitchen“. Die Kostproben kamen bei den Besuchern gut an. „Die Rezepte dafür schicke ich den Leuten dann einfach per E-Mail.“ Die Trebsenerin Helga Porges zeigte sich angetan: „Die Gnocchi sind sehr lecker und schön scharf.“ Hier könne man viele Anregungen bekommen. „Ich experimentiere durchaus schon mal in meiner Küche.“ Für Experimente ist Höhme genau der richtige Mann. „Geben sie doch mal dunkle Schokolade in den Gulasch. Was viele nicht wissen: Schokolade kann viel mehr, damit lässt sich’s wunderbar kochen.“ Für Höhme längst Alltag, mittlerweile arbeitet er mit einem Kumpel zusammen, der sogar Schokoladenkurse anbietet.

Mittendrin im Trubel zeigte Clown Bemme seine Kunststücke – so konnten sich große und kleine Gäste vom Einkaufstrubel entspannen und mal die oft gut gefüllten Körbe und Taschen abstellen. Bei den zahlreichen Besuchern kamen nicht nur die kulinarischen Verführungen gut an. So mancher deckte sich auch mit blühenden Frühlinsgrüßen ein. Bernhard Liebchen aus Erlau hatte dafür extra kleine Schalen mit einem bunten Blumen-Querschnitt vorbereitet. „Die Saison beginnt mit den Stiefmütterchen. Man merkt dabei richtig, wie die Leute den Frühling herbeisehnen.“ Das ging nicht spurlos an ihm vorüber. „Auch ich blühe jetzt richtig auf“, gab er zu.

Von Bert Endruszeit

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