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Colditz setzt auf Partnerschaft mit Kleingärtnern
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Regionalverband Colditz setzt auf Partnerschaft mit Kleingärtnern

Bei der Entwicklung des Kleingartenwesens setzt die Stadt Colditz auf Partnerschaft mit den Kleingärtnern. Der Regionalverband will mit der Stadtverwaltung und Vereinen ein Konzept auf die Beine stellen.

Treffen im Rathaus: Frank Lichtenberger (l.), Präsident des Regionalverbandes der Kleingärtner, und Bürgermeister Matthias Schmiedel wollen gemeinsam das Kleingartenwesen in Colditz stärken.

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Colditz. Die Zeichen einer positiven Entwicklung des Kleingartenwesens in der Stadt Colditz stehen auf Grün. So fand kürzlich ein Treffen zwischen Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos), Hauptamtsleiter Hans-Peter Kiesel und Frank Lichtenberger, Präsident des Regionalverbandes Muldental der Kleingärtner, im Rathaus statt.

Dabei wurden zunächst die gemeinsamen Interessen der Kleingärtner sowie der Stadtverwaltung ausgelotet. Wie Lichtenberger mitteilte, seien sich allen Seiten der Notwendigkeit einer Lösung im beiderseitigen Einvernehmen bewusst. Insofern erfolgte im Laufe des Gespräches nicht nur eine Übereinstimmung der Positionen der Stadt Colditz sowie des Regionalverbandes (RV), sondern zugleich eine Einigung der Vorgehensweise. „Anders als im vergangenen Jahr in Wurzen, als die Stadt mit dem Jahresende eine klare Zielsetzung für das Kleingartenentwicklungskonzept vorgab, wird sich Colditz die benötigte Zeit nehmen, um kurz-, mittel- und langfristige effiziente Lösungen anzubieten“, informierte RV-Präsident Lichtenberger weiter.

Grundlage der Expertise für Colditz sei das Wurzener Kleingartenentwicklungskonzept (KEK) gegen den Leerstand, da eben „darin bereits alle relevanten Vorgaben von den Voraussetzungen der Vereine, dem berücksichtigten Kleingärtnerklientel über die gesellschaftliche und in-
frastrukturelle Ausgangssituation bis hin zu Umnutzungsmöglichkeiten berücksichtigt wurden“.

Folglich seien die beiden Gesprächspartner d’ac­cord gewesen, dass vor allem eine Basis geschaffen werden müsse, Hand in Hand mit den Vorständen der Kleingartenvereine über die Möglichkeiten von Planungen zu sprechen. „Diese sollen ausreichend Zeit erhalten, die Ergebnisse mit ihren Mitgliedern zu besprechen.“ Hierbei würden die Kommune und der RV übrigens die entsprechende Unterstützung geben, damit das KEK nicht wie in Wurzen zum Scheitern verurteilt ist. Lichtenberger: „Im Vordergrund stehen für die Stadt Colditz und für den RV die Entlastung der Kleingärtner.“

Zugleich sprach der 49-Jährige aber auch die Eigeninitiative der Vereine an. Diese sei aus seiner Sicht im Kleingartenwesen „leider noch mangelhaft“. Daher stellte das RV sogenannte Leitlinien bis zum Jahr 2025 auf, die das Präsidium dann im April dem Gesamtvorstand präsentiert und die zum Ziel haben, „die Wirtschaftskraft der Kleingartenvereine zu stärken und aus der derzeitigen Krise herauszuführen“.

Von Kai-Uwe Brandt

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