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Grundstück gekauft – Planung für neues Gewerbegebiet an der A 14 beginnt
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Grimma Grundstück gekauft – Planung für neues Gewerbegebiet an der A 14 beginnt

Für ein neues Gewerbegebiet an der A 14 in Grimma wurde jetzt ein erstes Grundstück – rund 5,8 Hektar groß – gekauft. Jetzt beginnt die Planung für das Projekt.


Quelle: Thomas Kube

Grimma. Die Tinte unter dem Notarvertrag ist noch frisch: Anfang März erwarb die WEP-CSM-Entwicklungs GmbH & Co. KG von einem Landbesitzer an der Autobahn 14 in Grimma eine Fläche von 5,85 Hektar und kann damit laut Firmen-Mitinhaber Christian Steinbach endlich loslegen. Wie berichtet, wird die Gesellschaft im Auftrag der Stadt Grimma nördlich der Schnellstraße ein Industrie- und Gewerbegebiet entwickeln und vermarkten. Laut Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) stehen rechts und links der Bundesstraße 107 etwa 40 Hektar zur Verfügung, die bislang landwirtschaftlich genutzt werden.

„Jetzt beginnt der Vertrieb und die Planung für den ersten Bauabschnitt“, informiert Steinbach. Als Planer sei die in Leipzig ansässige ICL Ingenieur Consult GmbH gebunden worden. „Das ist ein ganz großes Planungsbüro“, so Steinbach. Mit den potenziellen Investoren würden die Gespräche fortgeführt und Vorstellungen konkretisiert. Dabei komme man einer Bitte von Oberbürgermeister Matthias Berger nach, grundsätzlich erst mit Interessenten aus Grimma zu sprechen. „Ich denke, dass es uns gelingt, innerhalb von zwei Jahren den ersten Bauabschnitt zu vermarkten“, gibt der 44-Jährige zu verstehen.

Wie berichtet, bedient sich Grimma bei der Entwicklung der neuen Gewerbeflächen dieses externen Dienstleisters. Steinbach betreibt die Asset Management GmbH und ist ein Bündnis mit der in Leipzig und Frankfurt/Main ansässigen WEP-Gruppe eingegangen. Beide Unternehmen gründeten für Grimma die WEP-CSM-Entwicklungsgesellschaft. Sie erstellt auch auf eigene Kosten den Bebauungsplan.

Mit dem Bebauungsplan „Industrie- und Gewerbegebiet Nord II – Am Hengstenberg“, den der Stadtrat jetzt einmütig zum Beschluss erhob, hat die künftige Gewerbefläche nur so viel gemein, dass sie in der Nachbarschaft liegt. Dieses 13 Hektar große Gebiet ist längst Standort einiger Firmen und erhält nun endlich – wenn man so will – den planungsrechtlichen Ausweis. Mit dem Plan würden die „Voraussetzungen für den dauerhaften Betrieb bereits ansässiger Firmen geschaffen“ und die städtebauliche Ordnung in diesem Gebiet gesichert, heißt es. Nach dem Satzungsbeschluss im Stadtrat wird der Bebauungsplan dem Landratsamt zur Genehmigung übergeben. Nach seiner Bekanntmachung erlangt er Rechtskraft.

Ausgangspunkt, am Hengstenberg planerisch zu handeln, war die Otema Grimma, erläutert der Leiter des Stadtentwicklungsamtes, Jochen Lischke. Das Unternehmen zur Vermietung und dem Service von Maschinen und Ausrüstungen der Land-, Bau- und Fahrzeugtechnik wollte auf das Gelände im Norden der Stadt wechseln. Allerdings schlitterte die Otema-Gruppe im Juni 2015 in die Pleite. Mit den Otema-Vorstellungen in Grimma sei festgelegt worden, so Lischke, die Planung zu ergänzen und für alle Firmen im Bestandsgebiet das Planungsrecht herzustellen. Bei Investitionen können sie künftig auf einen gültigen Bebauungsplan verweisen. Laut Lischke sind auf dem Hengstenberg unter anderem der Fuhrbetrieb Lehne und die Basalt AG ansässig. Letztere Firma wolle ihre Asphaltmischanlage erweitern.

Von Frank Prenzel

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