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Ins Tebsener Seniorenheim sollen Anfang Juni erste Bewohner einziehen
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Sportliches Ziel Ins Tebsener Seniorenheim sollen Anfang Juni erste Bewohner einziehen

Das Seniorenwohn- und Pflegezentrum an der Seilergasse in Trebsen soll am 1. Juni bezugsfertig sein. Die Verwaltungsleiterin Sachsen des Internationalen Bildungs- und Sozialwerks, der das Vorhaben stemmt, muss den Termin unbedingt halten. Deshalb klotzen die Handwerker jetzt ordentlich ran.

Kai Scharf von der Heizungstechnik Waldheim GmbH baut in den Bädern der Wohnungen die Toilettenbecken an.

Quelle: Thomas Kube

Trebsen. Sie weiß, sie stellt sich ein sportliches Ziel. Jana Berentzik möchte das neue Seniorenwohn- und Pflegezentrum an der Seilergasse am 1. Juni bezugsfertig haben. Die Verwaltungsleiterin Sachsen des gemeinnützigen Vereins Internationales Bildungs- und Sozialwerk, der das Vorhaben stemmt, muss den Termin unbedingt halten. Deshalb klotzen die Handwerker jetzt ordentlich ran.

Wegen des harten Winters war es schon zu drei Wochen Verzug im Bauplan gekommen. Bei den eisigen Temperaturen ließ sich kein Estrich einbringen, und auch das Fassadendämmen musste unterbrochen werden. „Ursprünglich wollten wir im Mai eröffnen, nun sind wir schon bei Anfang Juni“, sagt Berentzik. „Später darf es nicht werden, denn es gibt eine so große Nachfrage nach Plätzen.“

Am weitesten sind die Arbeiten im zweiten Obergeschoss fortgeschritten. Die Zimmer der Bewohner wurden tapeziert, es liegt der Kunststoffboden mit Laminatoptik, in den gefliesten Bädern müssen die Klempner nur noch die Toiletten- und Waschbecken anbringen. In der Etage darunter ist weit mehr zu tun, und im Erdgeschoss sieht manches noch fast nach Rohbau aus. Jana Berentzik, die auch für den Heimneubau in Wermsdorf verantwortlich war, gibt sich entspannt: „Auch dort fragte ich mich kurz vor dem Fertigstellungstermin, wie alles pünktlich zu schaffen sein soll. Aber es ging.“ Die Firmen von dort – übrigens zumeist aus der Region – hat sie zum Großteil wegen der guten Erfahrungen auch für Trebsen verpflichtet.

Das Konzept sieht jeweils einen Wohnbereich auf den drei Etagen vor. In der Mitte befindet sich eine Nische mit gemütlicher Sitzecke, von der aus zwei Gänge zu den Zimmern führen. „Wir nennen sie Straßen und wollen ihnen auch Straßennamen von Trebsen geben“, erläutert Berentzik, die das Haus künftig leiten wird. Die Wohnbereiche werden unterschiedlich farblich und thematisch gestaltet. Eine Etage widmet sich mit Bildern dem Schloss, eine der Mulde und eine der Papierfabrik. Das soll den älteren Menschen die Orientierung erleichtern.

Die Zimmer sind mit Balkonen oder Terrassen ausgestattet und verfügen über geräumige Bäder mit Fenstern. Entspannungsraum, Friseurstübchen, Zimmer für die Heimleitung, Pflegedienstleitung und den sozialen Dienst, Pflegebäder, Personal- und behindertengerechte Besuchertoiletten, Wohnküchen fürs gesellige Beisammensein, eine Gute Stube und eine Cafeteria – Jana Berentzik findet, dass an alles gedacht wurde.

Die Zimmer werden komplett möbliert angeboten. Wer seine eigene Einrichtung mitbringen möchte, kann das tun – dann wird das hauseigene Inventar im Keller gelagert. Wie viel ein Platz kosten wird, steht noch nicht fest. „Die Verhandlungen laufen gerade mit den Pflegekassen. Unser Ziel ist es aber, auf die regional gängigen Preise zu kommen“, versichert Berentzik.

Bezogen werden soll das Haus nach und nach bis es, wie sie schätzt, nach einem Dreivierteljahr voll belegt sein wird. Anmeldungen nimmt sie gern entgegen. Ebenso Personalbewerbungen. Die ersten Mitarbeiter sollen im April im Wermsdorfer Heim eingearbeitet werden.

Das Seniorenzentrum, das 68 Bewohnern Platz bieten und zu dem ein Garten mit Wegen und Hochbeeten gehören wird, finanziert das Internationale Bildungs- und Sozialwerk selbst. „Wir bauen ohne Fördermittel, stecken rund sieben Millionen Euro in den Standort“, sagt Jana Berentzik. „Was uns aber fehlt, ist noch ein Name für das Haus. Wer einen Vorschlag hat, kann sich gern unter der E-Mail-Adresse berentzik@int-bsw.de an mich wenden.“

Von Frank Pfeifer

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