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Sächsische Bläserphilharmonie spielt „Katharina von Borna“ vor dem Kloster Nimbschen
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Kammeroper Sächsische Bläserphilharmonie spielt „Katharina von Borna“ vor dem Kloster Nimbschen

Im Jahre 1243 durch den Wettiner Markgrafen Heinrich dem Erlauchten gegründet, beherbergte das Kloster Nimbschen bis zum Jahre 1523 auch die spätere Ehefrau Martin Luthers Katharina von Bora. Fast 500 Jahre später führt dort die Sächsische Bläserphilharmonie im Reformationsjahr die Kammeroper „Katharina von Bora“ auf.

Am Kloster Nimbschen bei Grimma wird am Sonnabend die Kammeroper „Katharina von Bora“ aufgeführt. Hier war bis zum Jahr 1523 auch die spätere Ehefrau Martin Luthers, Katharina von Bora, beherbergt.

Quelle: Sylvio Dittrich

Grimma. Heiß ersehnt und restlos ausverkauft: Am Sonnabend präsentiert die Sächsische Bläserphilharmonie mit der Stadt Grimma das Open-Air-Event „Katharina von Bora“. In der Kammeroper wird in sieben Bildern, das Leben, Wirken und die Bedeutung der starken und selbstbewussten Frau an Luthers Seite musikalisch und szenisch dargestellt. Das Konzert zum Reformationsjubiläum wird am Originalschauplatz, der Klosterruine Nimbschen vor den Toren Grimmas statt. Wer keine Karte ergattern konnte, hat also zumindest die Chance, die Musik aus der näheren Umgebung mitzuerleben.

Die Aufführung unter freiem Himmel wird eingebettet in eine eindrucksvolle Lichtinszenierung von Lichtkünstler Günter Ries, die den historischen Ort auf faszinierende Weise erleben und die mittelalterliche Reformationszeit atmosphärisch aufleben lässt.

Die Proben mit den hochkarätigen Solisten Kathrin Göring (Mezzosopran als Katharina von Bora), Johannes G. Schmidt (Bariton als Martin Luther), Radoslaw Rydlewski (Tenor als Phillip Melanchthon), Diana Tomsche (Sopran als Ave von Schönfeld), dem Universitätschor Dresden und der Sprecherin Barbara Sauter sind in vollem Gange. „Es ist eine überaus große Freude mit diesen großartigen Künstlern in einer Symbiose mit der Sächsischen Bläserphilharmonie zusammen zu arbeiten“, so Thomas Clamor, Chefdirigent der Sächsischen Bläserphilharmonie und künstlerischer Leiter dieses Projekts.

Auch die organisatorischen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Für die Konzertbesucher werden ausreichend Parkplätze direkt am Muldeufer zur Verfügung stehen. Gäste sollen den Parkanweisern folgen. Das Konzert beginnt um 21 Uhr, Einlass in das Konzertgelände ist bereits ab 19 Uhr. Für das leibliche Wohl sorgt das Hotel Kloster Nimbschen, das ein historisch passendes kulinarisches Angebot für die Gäste bereithält.

Die Kammeroper ist Programmteil des musikalischen Wanderfestivals „UnMittelBARok“. Barockmusik, Ausstellungen, Stadtführungen und Gartenkonzerte erwarten die Besucher zu den 23. Tagen Mitteldeutscher Barockmusik. Diesmal gastiert das Festival in Grimma. Zum Auftakt wird am Freitag im Kreismuseum eine Ausstellung zum Musikleben in der Stadt im 17. Jahrhundert eröffnet. Auf dem Programm der drei Tage bis zum Sonntag steht unter anderem ein Konzert des Sächsischen Vocalensembles Dresden in der Frauenkirche mit Kompositionen etwa von Heinrich Schütz und Andreas Hammerschmidt. Bei einem Kantatengottesdienst in der Frauenkirche erklingt das festliche Werk „Herr Gott, dich loben wir“ von Heinrich Gottfried Reichard (1742 bis 1801), dem ehemaligen Kantor der Fürsten- und Landesschule, aufgeführt unter anderem von Friederike Holzhausen (Sopran) und Dirk Schmidt (Bass) und dem Motettenchor Leipzig. Bei Gartenkonzerten präsentiert das Ensemble Vocal Concert Dresden Lieder und Chorsätze.

Von Thomas Lieb

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