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Betreiber schlägt Alarm: Ersatzteile für alte Lampen kaum noch zu bekommen
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Straßenbeleuchtung Betreiber schlägt Alarm: Ersatzteile für alte Lampen kaum noch zu bekommen

Beim Austausch der alten, nach heutiger Sicht ineffektiven Straßenleuchten läuft Markranstädt die Zeit davon. Ersatzteile dafür seien zum Beispiel immer schwieriger zu bekommen. Darauf wies beim jüngsten Stadtrat Uwe Härling von der Mitnetz Strom hin, die im Auftrag der Stadt die Straßenbeleuchtung wartet und betreibt.

So neu wie diese vom Westufer des Kulkwitzer Sees sind die wenigsten Straßenlampen in Markranstädt.

Quelle: A. Kempner

Markranstädt. Beim Austausch der alten, nach heutiger Sicht ineffektiven Straßenleuchten läuft Markranstädt die Zeit davon. Ersatzteile dafür seien zum Beispiel immer schwieriger zu bekommen. Darauf wies beim jüngsten Stadtrat Uwe Härling von der Mitnetz Strom hin, die im Auftrag der Stadt die Straßenbeleuchtung wartet und betreibt.

Der Leiter der Netz-Region West-Sachsen erklärte in seiner Präsentation eine Reihe von Maßnahmen, bei denen Mitnetz schon zur Steigerung der Energieeffizienz etwa im Zuge der Ortsnetz-Erneuerung oder zusammen mit Straßenbaumaßnahmen alte Leuchten ausgetauscht habe. Wie berichtet, sollen die alten Quecksilberdampflampen schon wegen der Schadstoffe gegen so genannte Natriumdampflampen getauscht werden. Nächster Schritt wäre die Umstellung auf moderne, energiesparende LED-Technik, so Härling. Auch aus einem anderen Grund sei das nötig: „Wir bekommen teils ab diesem Jahr schon keine Glühlampen mehr für die alten Leuchten“, sagte er den Stadträten.

Für das Rathaus lohne die Umstellung. Entlang der Leipziger Straße seien beim Ausbau der Trasse 41 der alten Hängeleuchten mit einem Energieverbrauch von 5,6 Kilowatt pro Stück gegen 48 neue mit einem Verbrauch von je knapp 1,3 Kilowatt getauscht worden. Dadurch würden mehr als 17 500 Kilowattstunden Energie jährlich gespart. Das seien rund 3000 Euro, rechnete er vor.

In Schkölen seien bereits 18 alte Straßenlampen gegen moderne getauscht worden, ebenso in der Bäumesiedlung in Göhrenz sowie in Döhlen/Thronitz. Alleine die ersten beiden Maßnahmen erbrächten knapp 2000 Euro Ersparnis jährlich.

Geplant sei auch ein Austausch der Altanlage in der Ost- und in der Salzstraße, erklärte Härling. Vorgesehen sei gewesen, dies wie üblich zusammen mit Straßenbaumaßnahmen durchzuführen. „Aber das dauert uns zu lang“, sagte er und kündigte Handlungsbedarf an. Es gebe dort viel Altbestand an Lampen, zunehmend Probleme mit der Standsicherheit von Masten. „Und Ersatzteile sind immer schlechter zu beschaffen“, erklärte er Handlungsbedarf.

Ähnlich in der Karlstraße: Bekanntlich hat die Stadt den seit langem geplanten Ausbau Jahr um Jahr nach hinten verschoben. Weil zugleich die Leipziger Wasserwerke ihre Leitungen erneuern wollen, aber dafür umfangreiche Planungen und Investitionen nötig sind, hat sich das Vorhaben immer wieder verzögert. Immerhin: Die Wasserwerke könnten voraussichtlich in diesem Jahr beginnen, so dass der Straßenbau 2018 in Sicht komme sei, hieß es im Rathaus dazu.

Nebeneffekt der Lichtmasten: An einigen Standorten könnten auch Elektrofahrzeuge über das Netz aufgeladen werden, erklärte Härling. Eine Diplomarbeit habe speziell für Markranstädt Standorte ermittelt. Einige Fragen seien zwar noch zu klären und auch nur eine Ladung über Nacht möglich. Aber wegen des vorhandenen Netzes entstünden nur geringe Kosten, warb er für die Idee.

Von Jörg ter Vehn

Markranstädt 51.300966601377 12.220524785181
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