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Weg für Protonentherapie aufgezeigt
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Nach Krisengespräch Weg für Protonentherapie aufgezeigt

Unter dem Motto „lösungsorientiert“ lässt sich wohl am besten das Spitzentreffen zur geplanten Protonentherapieanlage am Mittwochnachmittag in Markranstädt zusammenfassen.

Mit Kompromisslösung bei Planung in Markranstädt möglich: ein typischer Behandlungsplatz in einer Protonentherapieanlage.

Quelle: Schenk Consulting

Markranstädt. Unter dem Motto „lösungsorientiert“ lässt sich wohl am besten das Spitzentreffen zur geplanten Protonentherapieanlage am Mittwochnachmittag in Markranstädt zusammenfassen. Über die Inhalte informierte Bürgermeister Jens Spiske (FWM) am Donnerstagabend die Stadträte. Die müssen jetzt noch einige Beschlüsse fassen, damit die 230-Millionen-Euro-Investition auch tatsächlich nach Markranstädt kommen kann.

An dem „Abstimmungstermin“ zwischen Landratsamt und Stadtverwaltung hätten Bürgermeister Spiske, die Erste Beigeordnete Beate Lehmann, Vertreter des Bauordnungsamtes des Landkreises und auch Landrat Henry Graichen (CDU) teilgenommen, verbreitete das Rathaus am Donnerstag. Das Gespräch sei in einer „konstruktiven Atmosphäre“ verlaufen, „wenn auch zu Beginn etwas zäh“. Spiske habe die Argumente der Stadt für das Vorhaben vorgebracht, auch das angekündigte Rechtsgutachten vorgelegt.

Im weiteren Verlauf habe es einen „lösungsorientierten Austausch“ gegeben. Ergebnis sei, dass das Landratsamt in der nächsten Woche die Bauvoranfrage des Investors bescheiden wird. In diesem Zusammenhang werde der Stadtrat „über noch notwendige planungsrechtliche Anpassungen“ informiert. In der April-Sitzung solle die entsprechende Beschlussvorlage eingebracht werden.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gestern ein gutes Ergebnis erreicht haben“, erklärte Bürgermeister Spiske am Donnerstag, „so dass das Projekt zügig in Markranstädt realisiert werden kann.“ Er bedanke sich beim Landrat und den Mitarbeitern des Landratsamtes für den „intensiven Austausch und die Unterstützung“.

Wie berichtet, hatte das Landratsamt nach sechsmonatiger Kenntnis des Vorhabens nach einem kritischen Einwurf der Landesdirektion plötzlich planungsrechtliche Bedenken bekommen. Anstelle des nun geforderten Sondergebietes für das medizinische Behandlungszentrum samt Bettenhaus, dessen Verfahren rund ein Jahr gedauert und den Investor verschreckt hätte, sollen sich die Beteiligten dem Vernehmen nach nun auf ein kürzeres Planungsverfahren geeinigt haben.

Im Gegenzug ist offenbar ein schnelles Votum über die Bauvoranfrage in Aussicht gestellt worden. Vorteil: Der Investor kann seine Planungen vorantreiben, verliert keine Zeit. Vorteil auch für die Stadt: Der Investor muss die Ernsthaftigkeit seines bislang auf Investorenseite etwas unklaren Vorhabens dadurch nachweisen, dass er die Grundstücke nun auch tatsächlich kauft.

Von Jörg ter Vehn

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Markranstädt
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