Menü
Junge Christen aus Eritrea gestalten Kirchenbank in Liptitz
Klein Mittel Groß

Religion Junge Christen aus Eritrea gestalten Kirchenbank in Liptitz

International geht es zu Himmelfahrt und dem darauf folgenden Wochenende in Liptitz und Mahlis zu. Die Mitglieder der Kirchgemeinde begrüßen zu diesem Termin alle zwei Jahre Gäste der niederländischen Partner-Kirchgemeinde Steenderen. Dieses Mal steht er Austausch im Zeichen des Reformationsjubiläums – und bezieht Arbeit geflüchteter Christen mit ein.

Even (l.) und Filimon aus Eritrea gestalten ein Abbild des Collm auf der ausrangierten Kirchenbank. Sie wird demnächst vor der Kirche Liptitz aufgestellt.

Quelle: Foto: Christian Kunze

Liptitz. Am langen Himmelfahrtswochenende wird es wieder international in der Kirchgemeinde Mahlis-Liptitz: Traditionell findet dann der Austausch zwischen hiesigen Christen und denen der niederländischen Partnergemeinde Steenderen statt. In diesem Jahr steht die Begegnung im Zeichen des Reformationsjubiläums, sagt Barbara Scheller von der Kirchgemeinde. Geplant ist dann unter anderem eine Fahrt nach Torgau, ein gemeinsamer Gottesdienst und schließlich darf die heimliche Hymne der Religionspartnerschaft nicht fehlen. Der für vier Stimmen angelegte Kanon „Dass Erde und Himmel uns blühen“ sitzt sowohl in deutsch als auch niederländisch bei allen perfekt – der Abdruck im gemeinsamen Gesangbuch, das vor einigen Jahren im Rahmen des Austauschs entstand, ist also fast schon überflüssig. Und doch würdigen die Mahlis-Liptitzer das Lied dieses Jahr in besonderer Weise. Die erster Zeile ziert die Rückenlehne einer besonders bunt verzierten Kirchenbank. In roten Lettern zieht sie sich über das Abbild des Collm und der umliegenden Felder. Die im Zuge der Sanierung der Kirche in Mahlis ausrangierte Sitzgelegenheit beendet ihr trist-graues Dasein und soll künftig als Ruhebank vor dem Liptitzer Gotteshaus stehen – auf dass sich nicht nur Liptitzer und Niederländer darauf ausruhen. Bemalt haben die Bank gemeinsam mit Barbara Scheller drei unlängst volljährig gewordene Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea – das gewählte Motiv entspricht ihrem bisherigen Blick aus den Fenstern der Unterkunft für unbegleitete minderjährige Ausländer in Lampersdorf. Zwei von ihnen, Filimon und Even, gehören der orthodoxen Kirche an, die in Eritrea viele Anhänger hat.

Von Christian Kunze

Liptitz 51.2575687 12.936985
Liptitz
E-Mail facebook twitter google+WhatsApp
Voriger Artikel: Prosit auf Gerhard Billig: Chef-Archäologe des Wermsdorfer Waldes feiert 90.