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Deutsche Bahn will 2017 Großprojekt in Taucha beginnen
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Portitzer Straße dicht Deutsche Bahn will 2017 Großprojekt in Taucha beginnen

Jetzt ist es „amtlich“: Wie Erika Poschke-Frost von der DB-Pressestelle betätigte, sollen in diesem Jahr auf Basis des erwarteten Planfeststellungsbeschlusses die Arbeiten am Gleis 1 im Bahnhof Taucha einschließlich der Ingenieurbauwerke und dem neuen Bahnsteig beginnen. Auch die Verlegung der Portitzer Straße unter die Bahngleise kommt.

Taucha.  Das bevorstehende Großvorhaben der Deutschen Bahn AG (DB) sorgt für Gesprächsstoff in Taucha. Wie berichtet, wurde am Bahnübergang in der Portitzer Straße schon gerodet. Die DB spricht von „Instandsetzungsschritten“ zur Bauvorbereitung. Und weiter teilte Erika Poschke-Frost von der DB-Pressestelle mit: „In diesem Jahr wird auf Basis des erwarteten Planfeststellungsbeschlusses mit den Arbeiten am Gleis 1 im Bahnhof Taucha einschließlich der Ingenieurbauwerke und dem neuen Bahnsteig begonnen.“

Doch das ist noch nicht alles. Voraussichtlich ab Mitte dieses Jahres wird mit dem Start der Hauptarbeiten die Portitzer Straße gesperrt. Denn dort soll unter den Gleisen hindurch ein sogenannter Trog gebaut werden, durch den nach Ende der Bauarbeiten ab Mitte 2019 der Verkehr dann ohne Schrankenbetrieb rollen kann. Während der Bauzeit wird der überregionale Verkehr weiträumig umgeleitet, informierte die Bahn. Innerörtlich sollen der bis dahin noch offene Gerichtsweg sowie die Graßdorfer Straße die Anbindung an die B 87 gewährleisten. Ob der Gerichtsweg, wie vielfach von Bevölkerung, Stadtverwaltung und Stadträten gefordert, auch nach dem Umbau offenbleibt, dazu äußerte sich die Bahn-Sprecherin nicht konkret: „Die Hintergründe für den gewählten Umbau wurden im Rahmen der Erörterungstermine zur Planfeststellung den Anwesenden erläutert.“ Das Eisenbahnbundesamt setze die endgültige Vorgehensweise fest.

Der Planfeststellungsbeschluss werde seitens der DB im ersten Quartal 2017 erwartet. So hält die Bahn offenbar an der Schließung des Überganges fest und überlässt die endgültige Entscheidung darüber dem Eisenbahnbundesamt. In Abstimmung mit der Stadt Taucha soll es zu dem Gesamt-Projekt auch öffentliche Termine geben, die noch rechtzeitig bekanntgemacht werden. Die Umbaumaßnahmen an der Eisenbahnstrecke Leipzig-Eilenburg im Bereich Taucha reichen beginnend hinter dem Umspannwerk nahe der A14 über zwei Kilometer bis kurz vor den Bahnübergang in der Graßdorfer Straße. Nahe des Umspannwerkes ist außerdem noch der Bau eines Regenrückhaltebeckens geplant.

Das Vorhaben mit dem Umbau des Tauchaer Haltepunktes inklusive einer Fußgänger-Unterführung sowie die Unterquerung der Gleise in der Portitzer Straße hat laut DB ein Investitionsvolumen in Höhe von circa 45 Millionen Euro. Die Kosten übernehmen der Bund, die Deutsche Bahn sowie Taucha. Die Stadt ist wegen des Eisenbahnkreuzungsgesetzes für den Bahnübergang Portitzer Straße mit im Boot.

Für dieses Jahr sieht der Haushalt lediglich 25 000 Euro für das Projekt vor. Bis einschließlich 2020 geht die Stadt aber von Ausgaben in Höhe von circa 5,4 Millionen Euro aus. Bei den kreuzungsbedingten Kosten rechnet die Stadt mit einer 100-prozentigen Förderung und Zuwendungen in Höhe von circa 4,85 Millionen Euro, der Rest der anteiligen Ausgaben geht zu Lasten der Stadt.

Von Olaf Barth

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