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Geplantes Großprojektes in Taucha: Bereitet Bahn jetzt Baustart vor?
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Erste Anzeichen Geplantes Großprojektes in Taucha: Bereitet Bahn jetzt Baustart vor?

Auf dem Eckgrundstück an der Tauchaer Bahnhofs-/Portitzer Straße sind die Gärten verschwunden. Das an die Bahnschranken-Anlage grenzende Gelände ist gerodet und von Bauten nahezu befreit. Eine Maßnahme, die in der Stadt für Gesprächsstoff sorgt.

Das Gelände neben dem Bahnwärterhaus ist bereits weitestgehend frei geräumt. Hier könnten eine Baustelleneinrichtung für das geplante Großprojekt entstehen.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Auf dem Eckgrundstück an der Tauchaer Bahnhofs-/Portitzer Straße sind die Gärten verschwunden. Das an die Bahnschranken-Anlage grenzende Gelände ist gerodet und von Bauten nahezu befreit. Eine Maßnahme, die in der Stadt für Gesprächsstoff sorgt. Denn schon seit Jahren ist davon die Rede, dass die Deutsche Bahn (DB) hier mittels eines „Trogbaus“ den Kraftfahrzeugverkehr unter die Bahngleise hindurchführen will, sodass die Schranke in der Portitzer Straße dann nicht mehr notwendig ist. Geht es jetzt tatsächlich mit dem Vorhaben los?

Für eine Antwort auf diese Frage bat die Bahn um Zeit bis nächste Woche. Involviert ist aber auch die Landesdirektion Sachsen (LDS), weil sie für das Planfeststellungsverfahren zum Trogbau und den damit verbundenen Umbau der Tauchaer Bahnstation zuständig ist. Bürger und die Stadtverwaltung hatten zahlreiche Hinweise und Einwände vorgebracht (die LVZ berichtete). Besonders gegen die geplante Schließung des Bahnübergangs im Gerichtsweg wird sich in Taucha gewehrt. Noch ist nicht offiziell bekannt, wie diesbezüglich entschieden wurde und ob die Bahn einlenkt.

Das geht auch nicht aus der Antwort der LDS auf eine entsprechende LVZ-Anfrage hervor. Bestätigt wird aber, dass das Anhörungsverfahren abgeschlossen wurde. In Kürze soll dem Eisenbahn-Bundesamt als Planfeststellungsbehörde das Ergebnis der Anhörung mitgeteilt werden. „In unserer Stellungnahme informieren wir das Eisenbahn-Bundesamt über alle eingegangenen Stellungnahmen, Hinweise sowie Einwendungen und unterbreiten jeweils Entscheidungsvorschläge. Das Eisenbahn-Bundesamt ist an diese Stellungnahme nicht gebunden“, teilte Mandy Taube, die stellvertretende Pressesprecherin der LDS mit.

Eine Reihe von Einwendungen habe die Deutsche Bahn bereits dadurch berücksichtigt, dass sie ihre Planung geändert hat. Das betreffe beispielsweise die Erschließung der Gebäude in der Portitzer Straße 11 und 13 sowie 24 bis 32. „Diese muss geändert werden, weil auf Höhe dieser Grundstücke das Trogbauwerk für die Eisenbahnüberführung gebaut wird. Die betroffenen Anlieger sind über diese Planänderung informiert“, so Taube.

Von Olaf Barth

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