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Tauchas Gymnasium erhält ein neues Gebäude
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Altbau muss im Sommer weichen Tauchas Gymnasium erhält ein neues Gebäude

Die Erweiterung des Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasiums am Standort Kirchplatz kann kommen. Der Stadtrat stimmte einem Vorgriff auf den Haushalt zu und auch die Kooperationspartner vom Landkreis und aus der Stadt haben formale Hürden genommen.

Das Haus II des Tauchaer Gymnasiums soll mit einem Haus III ergänzt werden Der dort noch befindliche Altbau wird in den Sommerferien abgerissen.

Quelle: Foto: Olaf Barth

Taucha. Für die geplante Erweiterung des Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasiums sind jetzt weitere Hürden genommen worden. Wie berichtet, soll am Standort des Hauses II am Kirchplatz mit einem weiteren Anbau die Kapazität des Tauchaer Gymnasiums weiter erhöht werden. Bei diesem Projekt müssen der Landkreis Nordsachsen als Schulträger, die Stadtverwaltung Taucha und die städtischen Gesellschaften eng zusammen arbeiten. Ebenso ist der Stadtrat mit im Boot, der in seiner jüngsten Sitzung mit einem einstimmig gefassten Beschluss über den Tausch von Grundstücken wichtigen Voraussetzungen für dieses Vorhaben auf den Weg brachte.

Damit das Projekt wie geplant im Rahmen des Programms „Brücken in die Zukunft“ mit bis zu 75 Prozent gefördert werden kann, müssen sich die für das Projekt infrage kommenden Grundstücke in kommunaler Hand befinden. Deshalb überlässt die städtische Immobilien- und Betreuungsgesellschaft mbH (IBV) im Zuge eines Tausches den Kirchplatz 4 b mit dem Haus II des Gymnasiums sowie den Kirchplatz als öffentliche Verkehrsfläche der Stadt. Als Wert der Grundstücke wurden 407 300 Euro ermittelt. Im Gegenzug erhält die IBV eine Reihe von Garagengrundstücken in der Manteuffel- und Heinrich-Heine-Straße sowie ein unbebautes Erholungsgrundstück in der Otto-Schmidt-Straße. Der Tausch basiert auf einer von einem Sachverständigenbüro durchgeführten Wertermittlung. Wie es in der Beschlussvorlage zur Begründung heißt, ist der Eigentümerwechsel die Voraussetzung „für die gemeinsame Investition des Landkreises Nordsachsen und der Stadt Taucha zu Erhalt und Erweiterung des Gymnasiumsstandortes am Kirchplatz 4 gemäß den Förderbedingungen“.

Der Tauschvertrag liege jetzt schriftlich vor und könne demnächst beim Notar unterzeichnet werden, informierte Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP). Dem zugrunde liegt eine inzwischen vorliegende Rahmenvereinbarung zwischen dem Landratsamt und der IBV. In der wurden verschiedene Dinge geregelt und noch offene Fragen geklärt. Unter anderem, dass die Gymnasiumsbauten vom angrenzenden Verwaltungsgebäude der IBV mit beheizt werden. Auch brandschutzrechtliche und bautechnische Anpassungen zwischen dem neuen und den bestehenden Gebäuden werden in der Vereinbarung geregelt.

Den alten Mittelbau, der bisher das IBV-Gebäude auf der einen und das Haus II des Gymnasiums auf der anderen Seite verbindet, hatte die Stadt bereits Ende letzten Jahres für 20 000 Euro gekauft. Mit der Kleiderkammer und der VHS-Außenstelle mussten dann die dort noch letzten Nutzer in andere Quartiere umziehen (die LVZ berichtete). Mit dem Start der Sommerferien soll der Abriss dieses Mittelbaus beginnen. Danach werden sich die Archäologen diese historische Stadtfläche genauer anschauen.

Zu DDR-Zeiten war in dem Altbau auch ein Kindergarten untergebracht. Der jetzige Bürgermeister ist dort selbst auch noch betreut worden, erzählte er. Ein Schild weist zudem darauf hin, dass an dieser Stelle bereits 1529 eine Knabenschule stand, ehe dort 1840 die ehemalige Stadtschule errichtet wurde. Nun wird hier ein Haus III für das Gymnasium entstehen. 2,5 Millionen Euro sollen dafür investiert werden. Die Schule erhält so sechs neue Klassenräume für die Oberstufe ab Klasse 10 sowie Nebenräume.

Von Olaf Barth

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