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Uta Hauthal liest aus ihrem zweiten Buch im Ringelnatzhaus
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Veranstaltungsreihe „Freitags im Crostigall 14“ Uta Hauthal liest aus ihrem zweiten Buch im Ringelnatzhaus

Sie kommt erneut nach Wurzen: Autorin Uta Hauthal ist am Freitag im Ringelnatz-Geburtshaus zu Gast. Sie stellt ihr zweites Buch vor – sein Titel: „Garbald in Dresden“.

Der erste Zwischenstopp auf der Premierereise fürs zweite Buch führt Autorin Uta Hauthal nach Wurzen – zur Veranstaltungsreihe „Freitags im Crostigall 14“. ins Ringelnatz-Geburtshaus.
 

Quelle: Foto: privat

Wurzen.  Uta Hauthal hat bereits aus ihrem ersten Buch im Ringelnatz-Geburtshaus gelesen. Auf ihrer Premierentour für ihr zweites Buch „Garbald in Dresden“, das am Donnerstag im Verlag NOTschriften Dresden erscheint, heißt die erste Station Wurzen. Am Freitag, 19 Uhr, stellt die Dresdener Schriftstellerin in der Reihe „Freitags im Crostigall 14“ ihr neues Werk vor.

Worum geht es darin? Drei anfangs unabhängige Erzählebenen weben ihre Netze durch den Roman von Uta Hauthal. In Zeit und Raum liegen sie weit voneinander entfernt. Berührungen, Verknüpfungen lassen aus den Geschichten eine werden:

Hanna Gefrees, eine Frau im Dresden der Gegenwart, setzt sich mit ihrer Lebensschuld auseinander und findet auf diese Weise ganz zu sich selbst. Friedrich Lorenz, Lehrer im Dresden der Vor- und Nachkriegszeit, zerbricht letztlich an seinen eigenen Wertevorstellungen. Die Ehefrau und Mutter Johanna Garbald im schweizerischen Bergell des 19./Anfang 20. Jahrhunderts verfolgt ihren Traum, Schriftstellerin zu werden – unter dem Pseudonym Silvia Andrea veröffentlicht sie viel beachtete Erzählungen und Romane. Hanna Gefrees befreundet sich mit der Architektin Gitti Hartmann, die ihrerseits auf den Spuren ihres Kollegen Gion A. Caminada in die Schweiz gelangt. Und was für eine Rolle spielen eigentlich die Textfragmente, die Hanna in zwei Heftern findet?

Die Schriftstellerein Silvia Andrea ist keine Fiktion. Ihr Werk ist lebendig geblieben. Seit 2014 werden die wichtigsten Werke von Silvia Andrea wieder rezipiert, ihr Weg zwischen freiem, unabhängigem Aufbruch (bereits mit 20 formuliert sie, dass sie Dichterin werden wird) und fortwährender Auseinandersetzung mit den dörflichen, zum Teil bildungsfeindlichen Strukturen, aber auch mit der erlebten Kraft der „Naturkinder“ sowie ihre spirituelle Suche, die sie bis zum Buddhismus und Sanskrit führt, sind ganz und gar aktuell.

Die Brücke zwischen Sachsen und der Schweiz, die über Zeit und Raum hinweg gebaut wird, fügt sich ein in den gegenwärtigen Diskurs europäischer Werte, Formen der Demokratie, Umgang mit dem Anderen, dem Fremden.

Die Buchpremiere findet am 16. März im Literaturhaus Villa Augustin Dresden statt. Einen Tag später liest die Schriftstellerin in Wurzen. Ihre Bücher können erworben werden.
 

Von lvz

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