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Werke von Alexej von Jawlensky und Georges Rouault im Kunstmuseum Moritzburg Halle
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Sehen mit geschlossenen Augen Werke von Alexej von Jawlensky und Georges Rouault im Kunstmuseum Moritzburg Halle

Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) präsentiert 2017 weltweit zum ersten Mal in einer gemeinsamen Ausstellung die Œuvres zweier bedeutender Expressionisten: des in Deutschland und der Schweiz wirkenden gebürtigen Russen Alexej von Jawlensky (1864–1941) und des Franzosen Georges Rouault (1871–1958). 

Alexej von Jawlensky (li.): Abstrakter Kopf: Erleuchtung, 1927, N.104, Öl über Bleistift auf Papier auf Karton kaschiert auf Holz montiert und Georges Rouault (re.) Le Saint Suaire, 1939, Öl auf Papier, Paris, Centre Pompidou-CNAC-MNAM.

Quelle: Museum Gunzenhauser / bpk/RMN – Grand Palais/Philippe Migeat

Unter dem Titel „Sehen mit geschlossenen Augen“ wird die Schau vom 19. März bis 25. Juni 2017 gezeigt. Täglich von 10 bis 18 Uhr, außer mittwochs.

Der Fokus wird dabei auf die Figurenbilder und Gesichter gerichtet, bei denen besonders auffallende Parallelen zu beobachten sind und die in beider Schaffen unabhängig voneinander eine zentrale Rolle spielen und in serieller Weise bearbeitet wurden. Über die insistierende Befragung des Menschenbildes, das beide Künstler im Formalen zur strukturellen Verdichtung und an die Grenze zur Abstraktion und im Inhaltlichen zu einer Verinnerlichung und Vergeistigung führte, fanden Jawlensky und Rouault nicht nur eine jeweils eigene bildnerische Ausdrucksweise, sondern auch eine einzigartige Verbindung von aktueller Kunst und ursprünglichem religiösem Empfinden.

Alexej von Jawlensky: Prinzessin Turandot, 1912, Öl auf Leinwand, Alexej von Jawlensky-Archiv S.A. Locarno.

Quelle: Repro: Foto-Studio Endrik Lerch

Die Ausstellung vereint mehr als 100 Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Russland, Großbritannien und den USA. Nach den umfangreichen Ehrungen Alexej von Jawlenskys in Deutschland anlässlich seines 150. Geburtstages im Jahr 2014 präsentiert die Ausstellung „Sehen mit geschlossenen Augen“ das Werk Georges Rouaults erstmals wieder seit 1983 wieder in Deutschland. Die besondere Gegenüberstellung beider Künstler bietet die einmalige Gelegenheit, das Werk zweier exzeptioneller Expressionisten kennenzulernen, die sich religiösen Fragen mit den Mitteln der modernen Kunst widmeten.

Parallel zur Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) zeigt der Kunstverein „Talstrasse“ in seiner Kunsthalle unter dem Titel „Georges Rouault. Ikone der Ecole de Paris. Malerei und druckgrafische Zyklen“ einen repräsentativen Überblick über das druckgrafische Schaffen des Künstlers, darunter den epochalen 58-teiligen Lithografie-Zyklus „Miserere“.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Französischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, S. E. Philippe Etienne, und findet mit Unterstützung des Musée National d’Art Moderne im Centre Georges Pompidou, Paris, der Fondation Georges Rouault, Paris, und der Alexej von Jawlensky Archivio S.A., Locarno, statt.



Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle
Tel.: 0345 212590

Weitere Informationen finden Sie unter www.kunstmuseum-moritzburg.de

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