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Das nächste Spektakel in Leipzig: SC DHfK fertigt den THW Kiel ab
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Handball-Bundesliga Das nächste Spektakel in Leipzig: SC DHfK fertigt den THW Kiel ab

Sensation in der Handball-Bundesliga: Der SC DHfK Leipzig hat am Mittwochabend den THW Kiel in der Arena deutlich besiegt.

Sensation in der Handball-Bundesliga: Der SC DHfK Leipzig hat am Mittwochabend den THW Kiel in der Arena deutlich besiegt.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der SC DHfK hat es geschafft: Erstmals in der Vereinsgeschichte haben die Grün-Weißen den THW Kiel besiegt. Die Mannschaft von Trainer Christian Prokop gewann mit 34:25 (15:11) auch überraschend klar.

"Wichtig ist, dass es heute kracht. Wenn wir nur mitspielen, haben wir keine Chance", forderte Prokop vor dem Spiel. Und seine Männer ließen es krachen. Mit der stärksten ersten Halbzeit dieser Saison legten die Grün-Weißen das Fundament für den späteren Triumph.

Sensation in der Hand-Bundesliga: Der SC DHfK Leipzig hat am Mittwochabend den THW Kiel in der Arena deutlich besiegt.

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"Wir haben das dickste Ding des Jahres gelandet. Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft und die Fans", sagte nach dem Abpfiff ein überglücklicher Geschäftsführer Karsten Günther.

Die Abwehr war wie schon so oft das Prunkstück der Gastgeber. Immer einen Schritt schneller, immer dicht am Gegner dran, ließ der SC DHfK den THW Kiel im Angriff kaum zur Entfaltung kommen. Milos Putera entschied das Duell der Torhüter klar für sich. Nur zur Erinnerung: Auf der anderen Seite standen mit Niklas Landin und Andreas Wolff zwei Weltklasse-Leute zwischen den Pfosten. "Unser Biss in der Abwehr war heute spielentscheidend. Wir sind jetzt alle geflasht", so Prokop.

Einzig die beiden Fernschützen Mykola Bilyk und Lukas Nilsson blieben im ersten Durchgang gefährlich. "Ich bin sehr unzufrieden, wir kamen heute nicht richtig ins Spiel", meinte Kiels Coach Alfred Gislason. Auf der Gegenseite präsentierte sich vor allem der Leipziger Rückraum treffsicher. Vergessen waren da die Halbfinal-Pleite gegen die Zebras im Final Four und auch die überraschende Niederlage zuletzt bei Balingen-Weilstetten.

Die 4891 Fans wirkten wie aufgedreht, peitschten ihre Mannschaft unentwegt nach vorn und bejubelten selbst eine Kieler Auszeit ausgelassen, weil es bei den Norddeutschen nicht rund lief. Nach dem Spektakel von RB gegen den FC Bayern am vergangenen Sonnabend erlebt die Sportstadt Leipzig das nächste emotionale Feuerwerk.

Die zweite Hälfte war vor allem eine Demonstration des Willens. Der SC DHfK ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als der THW Kiel nach einem 17:12 plötzlich wieder auf 17:16 heran kam. Drei Beispiele: Lukas Binder nahm nach einem verworfenen Ball sich gleich im nächsten Angriff erneut das Spielgerät und traf. "Nach der Niederlage gegen Balingen hatten wir Wut im Bauch und etwas gut zu machen. Es ist nicht zu fassen, was heute passiert ist", sagte der Kapitän.

Andreas Rojewski hämmerte die Kugel später aus neun Metern in die Maschen, gerade so als wollte der ehemalige Magdeburger zeigen: Ich weiß wie man Kiel schlägt. "Dieses Spiel heute möchte ich am liebsten einfrieren", freute sich der polnische Nationalspieler. Der bis zur 50. Minute glücklos agierende Franz Semper erzielte danach unbeeindruckt die 27:22 Führung.

Die letzten zehn Minuten verbrachten die Zuschauer im Stehen und konnten ihr Glück kaum fassen. Der SC DHfK hat es geschafft: Endlich haben sie den lang ersehnten Sieg gegen eine der Top-Drei-Mannschaften perfekt gemacht.

Statistik

SC DHfK: Vortmann, Putera - Semper 4, Rojewski 8/2, Jurdzs 3, Krzikalla 3, Binder 5, Janke 2, Pieczkowski 4, Sommer 1/1, Roscheck, Meschke, Milosevic 4, Steinert, Strosack, Becvar

THW Kiel: Kandin, Wolff - Weinhold 2, Dissinger 2, Wiencek, Ekberg 6/1, Zeitz, Dahmke 3, Brozovic, Vujin 3, Bilyk 6, Nilsson 2, Firnhaber, Lackovic, Sprenger, Santos

Zeitstrafen: DHfK 6 Minuten, THW 2 Minuten

Siebenmeter: DHfK 3/3, Kiel 1/1

Zuschauer: 4891

Matthias Roth

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