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Deutlicher Sieg: SC DHfK Leipzig hat keine Probleme mit Coburg
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Handball-Bundesliga Deutlicher Sieg: SC DHfK Leipzig hat keine Probleme mit Coburg

Die Grün-Weißen können den nächsten Heimerfolg feiern: Der SC DHfK Leipzig hat Coburg am Mittwoch mit 33:28 (18:14) geschlagen. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

Lukas Binder beim Spiel gegen Coburg. Der SC DHfK Leipzig konnte die Gäste am Mittwoch mit 33:28 (18:14) geschlagen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Nächster Heimerfolg für den SC DHfK Leipzig. Die Grün-Weißen setzten sich am Mittwochabend 33:28 (18:14) gegen den HSC 2000 Coburg durch. Damit können die Messestädter in der kommenden Woche beim Bergischen HC das Saisonziel Klassenerhalt klarmachen. Vor 3386 Zuschauern hatten die Grün-Weißen einerseits wenig Probleme mit den Gästen, führten quasi das komplette Spiel hindurch und gewannen hochverdient. Andererseits bot das Team des künftigen Bundestrainers Christian Prokop nicht den Handball, den es in den vergangenen Monaten so oft auf die Platte gebracht hatte. "Es war wichtig, konzentriert und demütig zu bleiben", fasste Benjamin Meschke zusammen. "Coburg ist ein schwieriger Gegner."

Nächster Heimerfolg für den SC DHfK Leipzig. Die Grün-Weißen setzten sich am Mittwochabend 33:28 (18:14) gegen den HSC 2000 Coburg durch. Damit können die Messestädter in der kommenden Woche beim Bergischen HC das Saisonziel Klassenerhalt klarmachen.

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Die Partie begann mit einer Strafe. Die Gäste langten gegen Niklas Pieczkowski zu deftig hin und spielten in Unterzahl weiter. Der SC DHfK tat sich schwer mit einem Mann mehr und auch später in Gleichzahl. Vor allem Coburgs Rechtsaußen Florian Billek bekam die Abwehr um Bastian Roscheck nicht in den Griff. Der 28-Jährige machte in Halbzeit eins acht Tore, mehr als die Hälfte der Treffer, die sein Team in dieser Zeit erzielte. "Was er heute geleistet hat, Wahnsinn, höchste Anerkennung", lobte Prokop. Zudem benötigte Keeper Jens Vortmann etwas, um im Geschehen anzukommen. Erst nach gut 19 Minuten konnte er den ersten Wurfversuch des HSC vereiteln, war dann aber drin im Spiel. In Hälfte zwei machte "Vorti" für Milos Putera Platz.

Semper wie im Rausch

Die Hausherren hatten zunächst erneut mit Problemen im Rückraum zu kämpfen. Die Offensivkraft der beiden Außen Lukas Binder und Lukas Krzikalla sicherte dennoch einen annehmbaren Start im grün-weißen Angriff. "Unser Tempospiel hat uns geholfen, uns abzusetzen", so Prokop. In der Folge hielten die Gastgeber den Vorsprung konstant zwischen drei und vier Toren. Franz Semper warf sich irgendwann in eine Art Rausch, hatte am Ende neun Mal getroffen. "Es gibt eben gute Tage", kommentierte er seine Leistung später gewohnt nüchtern.

Dennoch schien es, als wolle der DHfK-Zug nicht so recht ins Rollen kommen. Trotz aller Vorteile tat sich die Prokop-Sieben irgendwie schwer. "Ja, es war schwierig heute", bekannte Abwehrchef Bastian Roscheck nach dem Abpfiff. "Wir haben es hinten nicht geschafft, an die Leute ranzukommen. Allerdings sind die Coburger keine Laufkundschaft. Die können auch was." Das 18:14 zur Pause war dennoch leistungsgerecht.

Andreas Rojewski erlebte das Geschehen nur von der ersten Tribünenreihe aus. "Er ist im Abschlusstraining bei einem Zusammenstoß umgeknickt, trägt einen Tape-Verband", erklärte Christian Prokop dazu. "Ich habe deshalb zwei Plätze auf der Bank freigelassen, um mehr Varianten zu haben. Aber Franz hat das heute so fantastisch gemacht. Da hatte ich auf dieser Position keine Not."

Wenige ausgeglichene Minuten

In Halbzeit zwei änderte sich zunächst nicht viel. Die Abwehr präsentierte sich bisweilen fast schon halbherzig. Teilweise hatten die Coburger herzlich wenig Mühe, zum Wurf zu kommen. "Da haben ein, zwei Meter zum Mann gefehlt", so Roscheck selbstkritisch. In dieser Phase profitierten die Hausherren von Milos Putera im Tor. Rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff bot sich den Gästen die Chance, die Partie zu drehen. Maximilian Janke und Lukas Binder kassierten kurz nacheinander Zeitstrafen. Der HSC spielte knapp 90 Sekunden in doppelter Überzahl. Doch das Team von Jan Gorr agierte wenig klug, ging mit nur einem Plus-Tor aus der Situation hervor.

"Uns hat die nötige Stabilität gefehlt, um hier etwas zu holen", so der HSC-Coach. Es blieb abgesehen von wenigen ausgeglichen Minuten zu Beginn die einzige kritischere Phase für die Hausherren, die keine Top-Leistung abrufen mussten, um sich zwei weitere Heimpunkte zu sichern. "Es gibt eben Mannschaften, die kommen dem eigenen System nicht entgegen. Coburg gehört definitiv dazu", resümierte Roscheck.

Schöner Abschluss der Partie: Alen Milosevic ist zurück. Der Turm am Kreis kam nach seiner Verletzung am rechten Daumen im Dezember in den letzten Minuten für Benjamin Meschke auf die Platte und wurde von den Fans jubelnd empfangen. "Ich hatte schon beim Einlaufen Gänsehaut", sagte "Milo" später. "Die Fans waren überragend, auch wenn es heute nur die paar Minuten zur Eingewöhnung für mich waren. Jetzt trage ich noch sieben bis zehn Tage die Daumenmanschette und dann ist alles wieder gut."

Leipzig : Vortmann; Putera; Semper (9); Steinert (3/3); Jurdzs (5); Krzikalla (2); Binder (6); Janke; Pieczkowski (4); Roscheck; Meschke (4); Becvar; Milosevic.

Coburg : Kulhanek; Krechel; Hagelin; Wucherpfennig (2); Kelm; Weber (1); Kellner; Coßbau (2/2); Billek (11); Riehn; Büdel (2); Harmandic (5); Kirveliavicius (5).

Siebenmeter : Leipzig 3/4; Coburg 2/2

Strafen : Leipzig 4; Coburg 5

Antje Henselin-Rudolph

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